21.08.11

Sony Fernglascamcorder DEV-5 und DEV-3: Ich seh was, was Du nicht filmst

Sony DEV5 (Bild: pd)

Mit den Modellen DEV-5 und DEV-3 sind FullHD-Aufnahmen in 3D möglich, wobei der Fokus gerne auch mal in der Ferne liegen darf.

 

In gewisser Weise bemitleide ich die professionellen Fotografen: Obwohl Material und Technik grosse Entwicklungssprünge getan haben, ist aufgrund der Physik die Größe der Objektive nicht geschrumpft. Und so tragen Sport- und Naturfotografen immer noch riesige und lange Fernrohre mit sich herum. Sony demonstriert mit den Camcorder-Modellen DEV-5 und DEV-3, dass es auch anders gehen kann. DEV-3 und DEV-5 sind digitale Ferngläser die 3D-Filme in voller HD-Auflösung aufnehmen.

Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt, dass ein Telefon nicht zwangsläufig einen Hörer haben muss und eine Kamera auch mal ohne hervorstehende Optik ihren Zweck erfüllt. Doch ein Fernglas mit eingebautem Camcorder, das klingt ja fast schon nach Science Fiction oder Star Wars. Sony will mit den Modellen DEV-5 und DEV-3 genau diese Vorzüge der breiten Masse ermöglichen. Als Sensor kommt der hintergrundbelichtete Exmor R CMOS-Sensor zum Einsatz, der in Kombination mit der G-Lens Optik gute Bilder erzeugen soll. Wer genau hinguckt erkennt zwei Linsen und folgert korrekt, dieser Camcorder beherrscht auch 3D-Aufnahmen. Obwohl sowohl im gewohnten 2D, als auch im 3D jeweils 10-facher Zoom genutzt werden kann, halbiert sich die Kleinbild-Äquivalentbrennweite von ca. 660-66mm auf 340-34mm (3D). Hinzu kommt ein digitaler Zoom bis 20-fache Vergrößerung, der recht gut funktionieren sollte, da er nicht interpoliert, sondern nur den Bildausschnitt vergrößert.

Das bedeutet, dass der Sensor 7,1 Megapixel aufnehmen kann, jedoch nur ca. 2,1 MP für FullHD benötigt. Damit ist nicht nur die Videoqualität konstant gut im digitalen Zoombereich, auch bei Fotos können die 7,1 MP voll ausgenutzt werden. Bei so großen Brennweiten verwackelt man gerne, was Sony mit dem altbekannten SteadyShot weitestgehend unterbindet. Beim Blick durch das Fernglas bleibt das Bild ohne Strom dunkel, denn es handelt sich um zwei elektronische Sucher mit einer Auflösung von jeweils 852 x 480 Pixel, die man von Android Smartphones gewohnt ist. Der Akku soll im 2D-Modus ungefähr drei Stunden durchhalten.

Ein sehr informatives Video eines Prototypen stellt die schweizer Video Academy zur Verfügung:

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