12.07.09

Sony Ericsson Xperia X1 im Test (3): Wenn die Uhr runterfällt, ist sie kaputt

Die Führungsschienen auf der Rückseite des Displays sollten frei von Dreck bleiben (Bild: Th. Jungbluth)

Nach einigen Monaten mit dem Xperia gibt es eine erste Abrechnung erstes Zwischenfazit.

Inzwischen hat das Xperia mehr als einmal Bekanntschaft mit F=m*g gemacht (merke: Niemals ein Handy in die Brusttasche des Hemdes stecken. Beim nächsten Bücker macht es einen Abgang!). Zum Glück gibt es einen Tauschdienst, der das Handy im schlimmsten Fall eintauscht, allerdings fallen Fälle aufgrund des Fallgesetzes nicht unter die Gewährleistung und müssen mit einem Obulus abgegolten werden. Sei es drum: besonders fallfest ist das Xperia jedenfalls nicht. Manchmal springt nur der Deckel ab, doch im schlimmsten Fall gerät die Schiebemechanik aus der Führung und bedarf eines Austauschs. Dabei wird nur die Basiseinheit gewechselt, der Rest verbleibt beim Kunden. Nach der Aktion habe ich ein "B-4-Handy", also eines mit gleichem Aussehen, jedoch jungfräulichem Gedächtnis, dessen Daten von der letzten Sicherung eingespielt wurden. Was lehrt uns das? Handy immer gut verstauen und durch eine Schutzhülle gegen Dreck schützen, die durch die Schiebemechanik geradezu magisch angezogen werden scheint.

Wo wir gerade bei den Sprichworten sind, ich habe noch eines: ein Auto, das nicht fährt, das ist sein Geld nicht wert. Und das gilt beim Xperia in zweierlei Hinsicht. Ich habe schon an anderer Stelle mein Leid darüber geklagt, das Vodafone manche Handys gar nicht unterstützt, obwohl es sie noch vertreibt, und so ist es nicht nur mit dem VDA4, sondern auch dem Xperia. Auf der Vodafone-Supportseite werden einem Tipps und Updates für jeden müden Nokia- oder Sony-Ericsson-Knochen angeboten, nur für das Xperia nicht. Das überlässt Vodafone Sony Ericsson selbst.

Außerdem findet das Xperia selbst an theoretisch gut abgedeckten Stellen (so soll hier laut Vodafone-Karte sogar HSDPA möglich sein) nicht immer ein Netz, kann keine Mails herunterladen oder verabschiedet sich schon mal komplett vom Funkkontakt und erlaubt nicht einmal mehr Telefonate. Als erfahrener Gadgetbenutzer kennt man die Lösung ("Have you tried turning it off and on again?"), den normalen Anwender könnte sowas zur Weißglut treiben.

Ich will jedoch nicht nur schimpfen: Grundsätzlich bin ich mit dem Handy zufrieden. Es bietet genau die Bürofunktionen, die ich unterwegs haben möchte. Die Windows-Mobile-Funktionalität ist solide gelöst, die Tastatur ist die beste, die ich an einem Gerät dieser Größe finden konnte, und der mobile Opera-Browser ist um Klassen besser als der Internet-Explorer.

Folge 1: Schmalhans und Küchenmeister

Folge 2: Viele viele bunte Bildchen

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