Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

10.09.08

Sony Ericsson G705: Mittelklasse mit GPS

Sony Ericsson G705 mit WLAN, GPS und RSS

Das neue Sony Ericsson G705 soll in der Mittelklasse punkten. Mit WLAN und GPS könnte dies gelingen.

Während sich die Herstellern von Mobiltelefonen der Spitzenklasse um jedes neue Feature prügeln, sieht es in der Mittelklasse eher ruhig aus. Die Dichte an Handys, deren Preis zwischen 300 und 400 Euro liegt, ist hoch, und die Ausstattung variiert in Nuancen. Mal gibt es ein großes Display bei Samsung, mal legt Nokia mit einer besseren Kamera nach. Jetzt gestattet sich Sony Ericsson einen neuen Versuch in diesem Segment. Fernab der Walkman Handys will man nicht ganz so anspruchsvolle Businesskunden mit dem G705 ansprechen.

Denn nicht jeder Geschäftsmann möchte ein Telefon mit sich rumtragen, dessen Bedienungsanleitung knapp unterhalb des Seitenumfangs der "Herr der Ringe" Trilogie liegt. Und nicht jeder Kunde hat Lust, mehr als 600 Euro für ein Stück Technik auf den Tisch zu legen. Da soll das G705 ins Spiel kommen, das immerhin recht gut ausgestattet ist:

Ausgewählte Technische Informationen Sony Ericsson G705

  • Telefon: GSM/GPRS/EDGE 850/900/1800/1900
  • Daten: UMTS/HSDPA 2100
  • Bildschirm: TFT 240 x 320 Pixel, 262144 Farben
  • Kamera: 3,2 MP, Blitz, Geo Tagging
  • Konnektivität: Bluetooth, WLAN, GPS
  • Akkulaufzeit: Telefon: 4 Stunden, Video 2 Stunden

  • Abmessungen: 95 x 47 x 14.3 mm (BHT)
  • Gewicht: 98 gramm

Neben diesen Funktionen ist natürlich auch die Verbindung ins Internet wichtig. WLAN und UMTS sind da, aber Sony bietet leider nur den im Betriebssystem verankerten Browser Marke "Eigenkonstruktion" an. Der soll immerhin die gängigen Funktionen haben und volles Surf-Vergnügen ermöglichen. Da das Display über einen Lagesensor verfügt, kann man es auch kippen, so dass man über ein etwas breiteres Fenster verfügt.

Eine schöne Idee ist es, dass Handy RSS-Feed fähig zu machen. Dafür muss man nicht mal den Browser aufrufen. Ausgewählte Feeds werden auch auf dem Desktop angezeigt, so dass man jederzeit schnell informiert ist. Eine nützliche Sache, die aber auch bedeutet, dass das Handy permanent per UMTS ins Netz geht.


Klare Linie beim Design des Sony Ericsson G705

Das muss es auch, wenn man den GPS-Sender samt der mitgelieferten Navi-Software namens "Wayfinder Navigator" nutzen möchte. Das Kartenmaterial befindet sich unverständlicherweise nicht auf dem mitgelieferten 1GB Memorystick, sondern wird jeweils aus dem Netz abgerufen. Die ersten drei Monate ist die Nutzung von Wayfinder umsonst, danach kostet der Abruf der Karten 49 Euro im Jahr. Wer da keine Datenflatrate hat, wird sich am Ende des Monats schwer wundern.

Beim Design ist man der klaren Linie gefolgt, die bei Sony Ericsson schon länger anliegt. Man hat sich für einen Slider entschieden, was das Telefon schön kompakt macht. Ist das Telefon eingefahren, hat man ein sehr einfaches Handy mit einem großem Display. Die Tastatur gibt es in weiß oder schwarz, wobei mir die dunkle Variante besser gefällt.

Das Sony Ericsson G705 sieht von den äußeren Werten nicht schlecht aus und eignet sich bedingt als abgespecktes Business Handy. Zwei Sachen gefallen mir aber nicht: Zum einen die doch etwas magere 3.2 MP Kamera. Da hat Sony durchaus besseres auf Lager. Zum anderen die sehr kleinen Tasten, die aber bei allen Hersteller gerade in Mode sind. Mit einem Preis von 319 Euro liegt das Sony Ericsson G705 im unteren Bereich der Mittelklasse-Handys und ist ab Oktober im Handel.

Schlagworte zu diesem Artikel

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer