23.01.12

Sony Crystal LED: Die Selbstleuchter kommen

Sony Crystal LED-TV (Prototyp, Quelle: pd Sony)

Auf der CES 2012 zeigte Sony einen Prototypen eines LED-Fernsehers, bei dem die leuchtenden Bauelemente selbst das Fernsehbild bilden.

Nachdem OLED teuer und schwierig in der Produktion ist, setzt Sony jetzt «normale» LEDs als Grundelemente für einen Fernsehr ein. Das «Crystal LED Display» (wir verzeihen den Doppler mit dem Acronym) verwendet für jeden Pixel drei winzig kleine Leuchtdioden in den Grundfarben Rot, Grün und Blau.

Sony rechnet vor, dass der Full-HD-Fernseher, dessen Prototyp man auf der CES 2012 begutachten konnte, über sechs Millionen LEDs verwendet, die alle auf der Vorderseite des Bildschirms sitzen. So werde das abstrahlende Licht optimal genutzt, sagt Sony und ergänzt, die Bilder böten einen 3,5-mal höheren Kontrast sowohl in heller als auch dunkler Umgebung.

Weitere Vorteile sind die umfangreichere Skala der darstellbaren Farben sowie die Reaktionszeit des Fernseher, die durch die Direktansprache 10 x kürzer ist als bei herkömmlichen LED-Fernsehern, bei denen die Minilichtquellen nur die Hintergrundbeleuchtung bilden. Sony gibt als Lichtstärke für das Crystal-LED-Gerät 100 Lux an.

Auch von der Seite ist das Bild scharf und kontrastreich, behauptet der Hersteller. Da sich LEDs nicht beliebig miniaturisieren lassen, hat der erste Fernseher, den Sony auf der CES 2012 zeigte, die beachtliche Diagonale von 55 Zoll - auch das preist Sony als Vorteil an - dem wollen wir erstmal nicht widersprechen.

Über die Natürlichkeit der Farben kann man sich erst ein Urteil erlauben, wenn Seriengeräte verfügbar sind, und das steht derzeit noch in den Sternen, so Sony. Also kann man sowohl zu Marktreife als auch zu Kosten noch gar keine Angaben machen. Aber die Idee klingt schon mal gut...

Schlagworte zu diesem Artikel

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer