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30.09.10

Social Bike SoBi: Fahrrad-Sharing per GPS

SoBi - Leihrad per Handy finden

Das Social Bike SoBi soll eine billige Alternative zum Aufbau von Fahrrad Fuhrparks darstellen.

Jeder spricht von Co2-Reduktion, fährt jedoch auch kurze Strecken weiterhin mit dem Auto. Metropolen wie Paris oder London setzen daher auf Leihfahrräder, die helfen sollen, den Strassenverkehr zu entlasten, und auch die Deutsche Bahn bietet einen ähnlichen Service an. Zu diesem Zweck werden Automaten aufgestellt und eine Vielzahl von Fahrrädern eingekauft. In Paris kann man mit einer Kreditkarte sofort ein Fahrrad ausleihen und an vorgesehenen Stationen wieder einschließen.

Sobi knüpft an diese Idee an, will aber mehr High-Tech, Interaktivität und Anreiz liefern. Ein finanzieller Vorteil liegt in der leichten Umrüstung bereits vorhandener Fahrräder, denn die Sobi-Lockbox kann auf allen herkömmlichen Fahrradrahmen montiert werden und funktioniert gleichzeitig als elektronisches Schloss. Somit entfällt auch die Errichtung spezieller Stationen, an denen die Räder angeschlossen werden müssen. Und damit die anderen wissen, wo das nächste Fahrrad steht, versorgt die Box die Zentrale ständig mit einem GPS-Signal.Die Vision ist, mit dem Handy per Anruf, SMS oder Smartphone-Software das nächstgelegene Rad anhand der GPS-Koordinaten zu ermitteln. Die Aufzeichnung der Route kann auch vom Nutzer aufgerufen werden, er wäre dann in der Lage Distanz, Geschwindigkeit und Kalorienverbrauch abzulesen.

Die Idee ist nett, hat für Städte dank DB und stadtmobil (Car sharing) jedoch wenig Anreiz. Das elektronische Schloss, die ständige Funkverbindung zur Zentrale und auch die GPS-Funktion verbrauchen Strom, die von einem Dynamo geliefert werden sollen. Dazu müssen alte Räder erst aufgearbeitet werden. Zudem benötigen unterschiedliche Räder unterschiedliche Ersatzteile, ganz zu Schweigen davon, dass der Kunde nie weiß, was für ein Rad er erhält - das senkt die Akzeptanz.

Das größte Problem dürfte jedoch das Wetter sein: Bei bewölktem Himmel kann die Abweichung in bebauten Städten durchaus 20 Meter und mehr betragen - dann fängt die Schnitzeljagd an. Bestehende Lösungen sind einfach und für jedermann verfügbar, ganz ohne Internet und Technik-Schnickschnack.

Den Stand der Entwicklungen kann man bei Sobi verfolgen.

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