26.03.06

So also sieht das Internet aus

Irgendwie wollten wir das doch schon immer wissen: Wie sieht das Internet eigentlich aus? Was verbirgt sich hinter dem Netzwerkstecker?

Antwort: Das hier.

Hier der Link zur hochauflösenden Karte im PDF-Format (1.1 MB).

Diese Karte wurde von der Firma Lumeta im Auftrag von CIO Magazine erstellt. Die Grafik zeigt die kürzesten Netzwerk-Routen von einem Testrechner bei Lumeta zu jedem der 320'000 registrierten Subnetze im Internet. Die verschiedenen Farben illustrieren, welche Teile des Netzes zu welchem der grössten weltweiten Internet-Anbieter gehören.

Der Hintergrund dieser Darstellung ist, dass in den USA im Moment gerade heftig diskutiert wird, ob die grossen Internet-Provider das Recht haben sollten, bei gewissen sehr populären Internet-Diensten (Google, Yahoo, Skype etc.) höhere Gebühren zu verlangen. Wenn die User weiterhin so schnelle Antwortzeiten von Google haben wollen, finden die Telekommunikationskonzerne, sollen sie (oder die Anbieter direkt) dafür doch extra draufzahlen.

Natürlich stellen sich Google und Co. auf die Position, dass Enduser wie Anbieter eh schon genug Anschlussgebühr zahlen und dass so ein "mehrstufiges Internet" dem Grundprinzip des Netzes widersprechen würde. Aber die Telcos finden, dass besonderer Service mehr kosten sollte, damit die Infrastruktur optimaler genutzt wird. Ausserdem, und das dürfte der Hauptgrund sein, würden sie nach Jahren des Darbens gern (noch) mehr verdienen, wenn Google und Yahoo schon so profitabel sind.

Wie man auf der Karte sieht, gehört ein ziemlich hoher Anteil des Internet-Backbones zu den Konzernen Verizon, AT&T, Qwest oder zu einem der grossen Kabelanbieter. Die Telcos verfügen da also über ziemlich anständige Verhandlungsmacht in dieser Frage.

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