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04.02.16

Apple Watch, Pebble & Co.

Smartwatches: Das bringen die smarten Armbanduhren im Business

Mit einem edlen Chronographen kann man bei Geschäftskunden sicherlich Eindruck schinden. Doch das ist nicht immer angebracht. Und praktisch sind die klassischen Zeitmesser auch nicht unbedingt. Ganz im Gegensatz zu den Smartwatches, die fürs Business einige praktische Funktionen mitbringen.


Apple Watch (Bild: Apple)

Smartwatches fürs Business – brauche ich das?

Schaut man sich aktuelle Top-Vertreter im Bereich der smarten Armbanduhren an, werden stets ähnliche Aspekte beworben. Egal, ob Apple Watch, Samsung Gear oder Pebble: Trotz technischer Unterschiede stehen Fitness-Anwendungen, individualisierbare Ziffernblätter und das Design im Fokus.

Dabei können die modernen Armbanduhren mit Touchscreen oder ePaper-Display für den Geschäftsalltag sehr viel mehr sein. Möglich wird dies durch Apps sowie Grundfunktionen, die ohnehin von Haus aus mit von der Partie sind.

Quasi jede aktuell erhältliche Smartwatch wird über Bluetooth mit einem Mobiltelefon verbunden. Nur so kann man eines der Hauptelemente nutzen: Benachrichtigungen. Ein Anruf (in Abwesenheit), eine Whatsapp-Nachricht, eine SMS, eine Erwähnung bei Twitter oder Neues bei Facebook – stets erhält man eine Information auf den Bildschirm der Uhr. Das kann nervend, aber auch überaus praktisch sein.

Ebenfalls werden beispielsweise Kalender-Einträge berücksichtigt, sodass man im besten Fall keine Termine mehr verpasst, da die Smartwatch einen zum rechten Zeitpunkt erinnert. Dies ist im privaten und geschäftlichen Bereich sinnvoll und bei richtiger Konfiguration keineswegs ein zusätzlicher Stressfaktor.

Gerade dann, wenn man in den sozialen Medien aktiv ist, möchte man schnellstmöglich auf einen anstehenden Shitstorm reagieren können, oder? Oder mit einem Blick zu sehen, ob ein Anruf wichtig ist oder nicht, weiß man schnell zu schätzen. In Meetings zum Beispiel. Bei der Apple Watch können kurze Gespräche sogar dank eines integrierten Mikrofons und Lautsprecher direkt über die Uhr geführt werden. Für ein „ich rufe gleich zurück“ reicht das allemal.

Die eingangs erwähnten Fitness-Features wie Schrittzähler oder gar Pulsmesser sind ebenso etwas, was für Geschäftsleute von Relevanz ist. Beispielsweise bietet Samsung bei der Gear S2 die Option, den Wasser- und Kaffeekonsum im Auge zu behalten oder gewarnt zu werden, sollte der Stresspegel zu sehr ansteigen. Bei einem hektischen Arbeitsalltag sollte man die eigene Gesundheit nicht völlig ignorieren. Somit kann auch hier eine Smartwatch behilflich sein.

Smartwatch-Anwendungen für die Arbeit


Pebble Time (Bild: Pebble)

Mails können mit einigen aktuellen Smartwatches gelesen und über Diktierfunktionen beantwortet werden, ohne dass man hierzu das Smartphone in die Hand nehmen muss. Farbiges Display mit Touchscreen vorausgesetzt, unterstützen Karten (Apple Karten, Google Maps) bei der Navigation durch fremde Städte; Aktienkurse, Wetterbericht, Wecker, Timer, Weltzeituhr – für die meisten Armbanduhren in diesem Segment eine Selbstverständlichkeit. 

Interessant sind ferner manche Apps von Apples Apple Watch: Lufthansa oder easyJet haben informative Anwendungen am Start, genauso beispielsweise TripAdvisor oder Yelp. So findet man auch mit dem Smartphone in der Tasche eine geeignete Lokalität.

Bei genauerer Betrachtung ist es schon erstaunlich, was noch so möglich ist: Anbindung zu Evernote (Apple Watch zum Beispiel), Fernbedienung für mobile Geräte und stationäre Rechner (für Präsentationen), als Bestandteil eines Buchhaltungssystems sowie als mobiles Auftragsmanagement oder gar zur Kontrolle von Mitarbeiter-Aktivitäten sind denkbar.

Wenn der Akku nicht schlapp macht, sind die Möglichkeiten facettenreich. Aber genau das ist das Problem aktueller Smartwatches: Nach einem Tag müssen die meisten Vertreter wieder aufgeladen werden. Ausnahmen wie die Pebble gibt es (zirka eine Woche Laufzeit!), diese verfügen allerdings über einen limitierten Funktionsumfang.

Mehr, als man glaubt

Speziell die höherpreisigen Smartwatches sind, ähnlich wie die Chronographen, ein Prestigeobjekt, das nicht in jeder Branche angebracht oder nötig ist. Abseits dieser Tatsache stellen heutige Hightech-Uhren eine Bereicherung dar – wenn man für sich die konkreten Vorteile sieht.

Smartwatches fürs Business besitzen sicherlich noch viel Potential, gerade im Bezug auf das bargeldlose Bezahlen. Sie sind somit längst nicht mehr nur ein Spaß für Technik-Enthusiasten, sondern sehr wohl ein Mehrwert für die tägliche Arbeit. Und im Zweifel können sie immer noch die Uhrzeit anzeigen…

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