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02.08.16

Smart Home

So gelingt der Start ins Smart Home

Frank Müller

Der immer populärer werdende Begriff "Smart Home" wird auch "Connected Home" genannt. Hierbei vernetzt man unterschiedliche Geräte miteinander und steuert sie über sein Smartphone. Wir stellen hier eine Möglichkeit vor, wie man die Heimautomatisierung starten kann, ohne gleich Unsummen ausgeben zu müssen.


Smart Home: Möglichkeiten zur Vernetzung (Bild: Frank Müller)

Smart Home: Welches System von welchen Anbieter?

Hausautomatisierung gibt es schon seit ein paar Jahren. Und mit ZigBee oder Z-Wave findet man schon ausgereifte Standards für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT). Trotzdem entwickeln jetzt viele Hersteller ganze Produktfamilien mit eigenen Standards, wie zum Beispiel Belkin mit seinen WeMo-Produkten. Das stellt sich einem die Frage: Sollte man sich für solch ein neueres System wie das von WeMO entscheiden oder lieber auf solche Systeme setzen, die altbekannte Standards unterstützen? Eine schwere Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt.

Wir bleiben für diesen Ratgeber-Artikel bei Belkins Wemo. Ähnliche Systeme gibt es auch von D-Link oder anderen Anbietern. Der Vorteil der Smart-Home-Produkte von Belkin und D-Link sind: Im Gegensatz zu manchen Mitbewerbern benötigen sie in der Regel keinen Hub, sondern können einzeln in ein bestehendes WLAN eingebunden werden. Man muss also für den Start ins Smart Home nicht gleich hohe Summen investieren, sondern kann mit einem Gerät - zum Beispiel einer smarten Steckdose - starten und das Connected Home nach und nach ausbauen.

Steuerung aller Geräte über die Smartphone-App für iOS und Android

Belkin versucht, es dem Smart-Home-Nutzer so einfach wie möglich zu machen. Sämtliche Geräte verbindet man mit der kostenlosen App für iOS und Android. Hierzu wird das Gerät über die App mit dem bestehenden WLAN vernetzt.

Pfiffig ist: Es kann auch dann angesteuert werden, wenn sich der Nutzer mit seinem Smartphone nicht im heimischen WLAN befindet, sondern unterwegs ist.

Welche Smart-Home-Funktionen kann ich mit WeMo nutzen?

Das kommt darauf an, welche WeMo-Geräte installiert sind. WeMo hat WLAN-Kameras im Angebot, smarte LED-Lampen und den WeMO Maker, mit dem Bastler und Tüftler nahezu jedes beliebige Niederspannungsgerät steuern können. Ein bisschen Verkabelungswissen gehört allerdings dazu.

Sehr vielseitig und ohne Bastelkenntnisse einsetzbar sind die Steckdosen WeMo Switch und WeMo Insight Switch (die auch noch gleich den Verbrauch angeschlossener Geräte misst). Die Steckdosen - und damit alle angeschlossenen Geräte - lassen sich über die App an- und ausschalten oder über Regeln programmieren, die man in der App festlegt.

Wer will, kann die Automatisierung noch weiter vorantreiben und die WeMO-Geräte mit seinem IFTTT-Konto verbinden.

Mit dem Internet-Dienst IFTTT noch komfortabler

IFTT steht für If This Than That. Mit dem kostenlosen Internet-Dienst automatisiert man viele Aufgaben. So lassen sich beispielsweise mit IFTTT smarte Geräte einschalten, wenn man von der Arbeit nach Hause kommt, egal zu welcher Zeit das ist. IFTTT nutzt dazu die Ortungsdienste des Smartphones und aktiviert die Geräte, wenn man vor der Haustür ankommt.

Alternative: D-Link mit Sensoren und Alarmsirene

Hersteller D-Link besitzt ein ähnliches Angebot an Smart Home-Geräten. Neben smarten Steckdosen und WLAN-Kameras findet man bei D-Link allerdings auch noch eine Alarmsirene mit sechs verschiedenen Tönen sowie Bewegungs-, Fenster- und Wassersensoren. Diese lassen sich ohne Basteleien einsetzen, wenn auch der WeMo Maker vielseitiger sein dürfte.

Welches System ist es jetzt?

Sowohl die Geräte von D-Link als auch das WeMo-System von Belkin eignen sich sehr gut für den Start ins Smart Home. Beide Systeme lassen sich per Smartphone-App steuern oder mit dem Internetdienst If This Than That weiter automatisieren.

Letztendlich hängt die Wahl davon ab, was man mit seinem Smart Home (oder Smart Office) anfangen möchte. Und es spricht auch nicht unbedingt etwas dagegen, erst einmal eine smart Steckdose von jedem der Anbieter zu ordern, um zu sehen, welches System einem besser gefällt.

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