24.05.19

Intelligente Steuerung der eigenen vier Wände

Smart Home – ein Markt mit Zukunft

Quelle: iStock / Getty Images Plus

Ein smartes Zuhause, in dem alle Geräte wie Alarmanlage, Kühlschrank und Heizung miteinander verbunden sind und per Smartphone gesteuert werden, ist für viele Deutsche mittlerweile zur Normalität geworden. Die intelligente Steuerung der eigenen vier Wände ist ein Milliardenmarkt, für den Experten in den kommenden Jahren einen weiteren, rasanten Anstieg prognostizieren. Davon profitieren vor allem Start-ups – allerdings nicht ohne die Unterstützung etablierter Konzerne.

Home, Smart Home

Wie ein durchschnittliches Haus in 10 Jahren aussehen wird? Äußerlich kaum anders als heute, doch mit großer Sicherheit wird es im Inneren komplett vernetzt sein. Die Haustür wird durch ein Schloss gesichert sein, dass sich per Fingerabdruck öffnet und mit dem Smartphone aus der Ferne verriegeln lässt. Am Wochenende wird nicht der Hausherr, sondern ein Roboter automatisiert im Garten den Rasen mähen. Heizungen werden bequem auf dem Nachhauseweg über das Handy angeschaltet.

Ein Markt mit rasanter Entwicklung

Das Geschäft mit Smart-Home-Technik boomt. Der deutsche Markt soll laut einer Studie bis zum Jahr 2022 jährlich um etwa 26 Prozent wachsen. Bereits jetzt nutzt laut Bitkom jeder vierte Deutsche die intelligente Technik für sein Haus oder seine Wohnung. Experten glauben, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre der Durchbruch im Massenmarkt gelingen wird. Laut Handelsblatt bieten vor allem smarte Haushaltsgeräte sowie intelligente Lösungen für das Energiemanagement und die Gebäudesicherheit ein großes Potenzial.

Alexa senkt die Hemmschwelle

Ein wichtiger Faktor für die steigende Beliebtheit von Smart-Home-Lösungen ist Amazons Sprachassistenz Alexa. Solche Plattformlösungen führen dazu, dass die Technik einfacher einzusetzen ist. Gleichzeitig nimmt die Steuerung über die Stimme vielen Nutzern die Berührungsängste mit den neuen Systemen. Komplettlösungen werden von vielen Verbrauchern aber immer noch mit Skepsis betrachtet. Einfacher haben es dabei unaufwändige Einzellösungen. Beliebt sind beispielsweise kleine Bewegungssensoren, die  zum Beispiel auf eine neue Haustür von PIRNAR, aufgeklebt werden.

Gute Chancen für Start-ups

Vor allem Start-ups profitieren von den Entwicklungen des Marktes. Sie können sich gezielt auf einzelne Produkte konzentrieren und deren Funktionen in kurzer Zeit optimieren, während große Unternehmen häufig weniger agil handeln können. Gleichzeitig sind Start-ups allerdings trotzdem auf Kooperationen mit großen Konzernen angewiesen. Im Vergleich mit anderen Ländern sind deutsche Verbraucher eher skeptisch gegenüber Smart-Home-Technologien. Ein Verbund mit einem bewährten Partner kann daher einen Vertrauenszuschuss bewirken. Unklar ist, wie in einigen Jahren das Zusammenspiel einzelner Unternehmen und Anwendungen aussehen wird. Denn, um das gesamte Potenzial des Marktes ausschöpfen zu können, müssen Konzerne und Start-ups ihre Technologien untereinander verknüpfen und dem Verbraucher möglichst einfach zugänglich machen.

 

 

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