13.06.06

Skype als Übergangs-IP-Babyphone

Ich warte schon lange auf ein IP-WLAN-Babyphone!

Es müsste wie eine Webcam ständig ein Bild übertragen, das man auf einem Webserver anschauen könnte, gleichzeitig Bewegtbild/Ton auf Wunsch unter einer anderen URL, und schliesslich müsste es noch durch Geräusche aktiviert werden, eine SMS an eine vordefinierte Nummer zu schicken (bzw. eine E-Mail, die Weiterleitung per SMS kann man selbst machen).

Gibt's leider bisher nicht, wie es scheint. Schade. Dabei ist der Fall, dass man sich ein paar hundert Meter von seinem Kind entfernen möchte, für mich wichtiger als der Fall, dass ich im Nebenraum bin.

Habe schon früher ersatzweise einige Male Skype genutzt. Einmal musste ich schnell zu einem Termin und wollte meinen Sohn mitnehmen, aber er war gerade nach viel Hin und Her eingeschlafen - da hab ich das Skype-Telefon neben das Bett gelegt, mich mit diesem auf dem Laptop (mit UMTS-Karte) angerufen und bin mit dem Laptop losgefahren. Einigermassen albern, auch im Lift immer mit dem halboffenen Laptop rumzulaufen, aber es hat funktioniert.

Nun ist Skype ja einen Schritt weiter mit der Video-Funktion. Die folgenden beiden Optionen lassen sich kombinieren, wie ich heute erstmals gemerkt habe:

Diese Kombination führt dazu, dass man von einem beliebigen PC zuhaus anrufen kann, und Skype schaltet automatisch sich und die Kamera ein. 

Natürlich ist das Bild nicht so toll, weil es zuhaus einigermassen dunkel ist. (Der Treiber der Logitec-Webcam hatte eine Option "Restlicht verstärken" oder so, die aber nicht zu funktionieren schien.) Man sieht aber in den Schemen des Bettes deutlich, wenn der Sohn sich umdreht. Drei Tipps bzw. Caveats:

  1. Wenn man zuhaus den eigenen Skype-Account nutzt, muss man natürlich unterwegs einen anderen nehmen, um sich anrufen zu können. Wer sich schnell ein Zweitkonto einrichten will, sollte das noch zuhaus machen, denn man muss sich ja zuerst gegenseitig als Kontakt bestätigen, bevor es ans Telefonieren geht.
  2. Das eigene Mikrofon ausstöpseln oder deaktivieren. Achtung, manche Windows-Töne werden auch übertragen.
  3. Nicht vergessen, die beiden Optionen danach wieder auszuschalten; wenn man selbst wieder vor dem PC sitzt, will man schwerlich, dass ein Anrufer einen sofort ohne Rückfrage und Vorwarnzeit zu sehen bekommt. :-)

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