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18.06.14

Skylock: Schlaues Fahrradschloss, Diebstahlsicherung und Bike-Community in einem

Skylock: Smartes Fahrradschloss. Alle Bilder: Velo Labs

Die Zeit für unsichere und vor allem langweilige Fahrradschlösser ist ein- für allemal abgelaufen. Schlaue Fahrradschlösser drängen auf den Markt. Skylock ist der neueste Mitspieler und will einige Dinge anders machen als Bitlock oder Lock8.

 

Statistiken zu Folge dürfte es auch der Mehrheit von euch schon einmal passiert sein, dass wenig später dort kein Fahrrad mehr stand, wo ihr es abgestellt hattet. Fahrraddiebstähle haben weiterhin Hochkonjunktur und Diebe einiges in petto, um selbst teure Schlösser zu knacken.

Also basteln einige Smartphone-versierte Radfreunde seit einiger Zeit an Smart Locks für das Fahrrad. Lock8 aus Berlin und Bitlock aus San Francisco wollen den nutzerfreundlichen Diebstahlschutz erfunden haben. Skylock, ebenfalls aus San Francisco, will nun ein Smart Lock für das Fahrrad mit einem noch besseren Nutzererlebnis machen - mit der Möglichkeit zum Bike-Sharing inklusive.

 

Automatisches Öffnen ohne Schlüssel und Smartphone

Wer sich Skylocks Eigenschaften anschaut, dem wird einiges davon bereits von Lock8 und Bitlock bekannt vorkommen. Skylock ist ein U-förmiges Schloss, das via Bluetooth 4.0 Low Energy mit einem Smartphone kommuniziert und sich ohne Schlüssel öffnen lässt. Bewegungssensoren melden dem Smartphone, sobald das Fahrrad bewegt wird.

Auf Wunsch lässt sich ein Skylock automatisch öffnen, ohne dass man das Smartphone dafür zücken müsste. Das Schloss erkennt anhand von Bluetooth Low Energy, wann sich der Besitzer nähert. Der Akku muss laut den Gründern dank der außen angebrachten Solarzellen nie geladen werden, er könnte es aber dank einer integrierten Micro-USB-Schnittstelle. Über die Skylock-App, die zum Zeitpunkt des Versands für iOS und Android zur Verfügung stehen soll, lassen sich Freigaben auch für andere Menschen erteilen. Skylock eignet sich also auch für Bike Sharing. Das Video zum Projekt stellt das Schloss vor:

www.youtube.com/watch

Wie oben beschrieben: Kaum etwas davon haben Bitlock und Lock8 nicht auch. Beide lassen sich ohne Schlüssel öffnen, beide eignen sich für den Einsatz als Bike Community, beide wollen natürlich noch sicherer sein. Bei Lock8 zumindest klingt das Sicherheitsversprechen auch verlässlicher: Das Schloss soll sogar registrieren, auf welche Art es geknackt wird - zum Beispiel per Säge, Schweißbrenner oder Eisspray. Lock8 lädt sich via Induktion beim Fahren auf. Beide verfügen zusätzlich noch über einen akustischen Alarm - Skylock nicht. Bitlock wiederum benutzt den eingebauten GPS-Tracker noch für die Aufzeichnung von Daten: Wie viele Kilometer legt man damit am Tag zurück und wie viel CO2 spart man damit ein?

 

Wohl nur für teure Fahrräder

Ungewöhnlich ist dafür bei Skylock die Ladung über Solarzellen, die den Akku bei guter Sonneneinstrahlung angeblich binnen einer Stunde wieder aufgefüllt haben. Und der integrierte Unfallschutz: Skylock soll registrieren, wenn der Fahrer einen Unfall hatte. Das Schloss ruft dann selbsttätig den Rettungsdienst - es sei denn, man teilt der App binnen einiger Sekunden mit, dass dies nicht nötig ist.

Hinter Skylock steht das US-Unternehmen Velo Labs. Vorbesteller können das Schloss derzeit für einen Preis von umgerechnet 117 Euro plus Lieferkosten erwerben. Eine Crowdfunding-Kampagne soll noch folgen, die Schlösser Anfang 2015 versandt werden. Im regulären Verkauf soll Skylock später umgerechnet 184 Euro kosten. Smart oder nicht: Das ist viel für ein Fahrradschloss. Lock8 kostet in etwa das gleiche und wird dauerhaft am Rahmen festmontiert - was sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Billiger ist dafür das, wie Skylock, ebenfalls U-förmige Bitlock, das inklusive Versand knapp 100 Euro kosten soll.

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