17.03.14

Skully Helmet: Tony Stark würde diesen Motorradhelm kaufen

Unauffällig im Design, aber man sieht hier schon die rückseitige Kamera. (Alle Bilder: Skully Helmets)

"Wir sind wie Google Glass, nur dass wir dein Leben retten können", hatte Skully-CEO Marcus Weller auf dem Tech-Event SXSW in Austin gesagt. Seine Firma arbeitet an einem Motorradhelm mit vielen nützlichen Augmented-Reality-Features.

 

Die Idee zu Skully Helmets war Marcus Weller nach einem Motorradunfall gekommen. Er war abgelenkt gewesen, weil er ein Straßenschild entziffern wollte, und fuhr auf ein vor ihm abbremsendes Auto auf. Er dachte sich später: Wenn er einen Helm gehabt hätte, der ihm seine Route ins Sichtfeld einblendet, wäre das nicht passiert. Er suchte danach, fand aber nichts. Was sagt man als Mensch mit Gründergenen in einer solchen Situation? Richtig: Prima, eine Marktlücke – dann mache ich das eben selbst.

Den aktuellen Stand der Entwicklung hatte Marcus Weller nun auf dem Technologie-Festival SXSW Interactive präsentiert und damit den Preis für das beste Startup im Bereich "Wearable Tech" abgestaubt. Das folgende Promovideo erklärt, was sie vorhaben:

www.youtube.com/watch

Wie man sieht, ist die eingeblendete Navigation nur ein Feature von mehreren. Der Skully Helmet funktioniert zugleich wie ein Headset und erinnert tatsächlich sehr an Google Glass. So kann man beispielsweise auch Anrufe entgegennehmen oder Musik spielen lassen. Weitere Funktionen für Skully Helme sind möglich, denn die Macher wollen ein Software Development Kit für Entwickler bereitstellen.

Ein weiteres interessantes Feature ist der virtuelle Rückspiegel. Auf der Rückseite des Helms ist eine Kamera mit 180 Grad Blickwinkel integriert, deren Bild dann ebenfalls ins Sichtfeld eingeblendet wird. Auf diese Weise hat man jederzeit einen nahezu kompletten Rundumblick. Der soll auch helfen, den toten Winkel zu verringern.

Natürlich kosten alle diese Funktionen Strom und so ist der Skully ein Motorradhelm, den man wieder aufladen muss. 9 Stunden soll der Akku durchhalten. Per Micro-USB wird er wieder mit neuem Saft versorgt.

 

Die Jury vor Ort auf der SXSW war vor allem besorgt, ob sich denn Motorradfahrer überhaupt für einen Helm interessieren würden, denn in vielen US-Staaten ist dieser keine Pflicht. Marcus Weller meinte, er habe dazu viel positives Feedback bekommen. "Endlich habe ich einen weiteren Grund, einen Helm zu tragen", habe man ihm gesagt. "Die Leute fühlen sich dann wie Tony Stark aus Iron Man."

Noch sind die Skully Helmets nicht erhältlich, aber man kann sich als Beta-Tester registrieren. Im Sommer 2014 sollen die so ausgewählten Personen ihr Exemplar bekommen und das ist ausnahmsweise auch einmal nicht auf die USA beschränkt. Zum Verkaufsstart sowie zum Preis gibt es noch keine Informationen.

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