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28.09.15

Skarp: Rasieren mit Laser?

Skarp Laser-Rasierer 04

Skarp sieht aus wie ein futuristisch gestalteter Systemrasierer für die Nassrasur. Aber an Stelle einer Klinge soll ein Laser die Haare an der Hautoberfläche kappen. Die Online-Gemeinde ist fasziniert, aber auch skeptisch.

Skarp Laser-Rasierer 04

Rasieren mit Laser? Hört sich eher nach einem Szenario aus einem Sechziger-Jahre-Superschurken-Thriller an als nach Realität. Aber die Entwickler von Skarp (schwedisch für scharf) sind davon überzeugt, dass die Klinge nach über 5.000 Jahren Rasurgeschichte eine Ablösung verdient hat.

Zwar sieht ihr Skarp aus wie ein Systemrasierer vom Designer, aber er soll die Gesichtsbehaarung nicht mit scharfem Stahl kappen, sondern mit Licht einer bestimmten Wellenlänge - ohne dabei die Haut anzugreifen. Die Entwickler stellen das Prinzip im folgenden Kickstarter-Video vor.

Keine Hautirritationen, kein Rasurbrand, keine blutenden Schnitte. Hört sich erst einmal gut an. Aber warum ist keiner der Entwickler, die im Bild auftauchen, wirklich glatt rasiert? Ich kann nur Gesichter entdecken, die mindestens Stoppeln tragen, bis hin zum Vollbart. Aber vielleicht liegt das daran, dass noch kein voll funktionsfähiger Prototyp existiert. Denn die Lichtleitfasern müssen laut Entwicklern momentan noch mit der Hand gezogen werden. Und es ist kaum möglich, die Mikrometer-Toleranzen über die ganze Rasiererfläche einzuhalten. Allerdings sei man mit einem Hersteller in Kontakt, der zugesichert habe, das maschinell gewährleisten zu können.

Einige Unterstützer stellen die Frage nach einer möglichen Geruchsentwicklung beim Rasieren. Wer einmal mit den Haaren an eine Kerzenflamme gekommen ist, wird wissen, was gemeint ist und gleich diesen stechenden Geruch verbrannten Haars in der Nase haben. In der Demonstration im Video meine ich auch, bei 1:33 kurz eine kleine Flamme und leichten Rauch gesehen zu haben. Es gab bereits ein erstes Update der Entwickler, aber diese Frage wurde dabei noch nicht beantwortet.

Der wiederaufladbare Akku soll eine eine Lebensdauer von 10 Jahren besitzen. Auf Wunsch der Unterstützer versuchen die Entwickler jetzt, einen austauschbaren Akku einzubauen.

Und wie funktioniert der Laser-Rasierer? Die Entwickler schreiben, dass sie einen Farbgeber im Haar entdeckt haben, ein sogenanntes Chromophor, das von allen Menschen geteilt wird, unabhängig von Rasse, Haar- oder Hautfarbe. Dieses Chromophor soll auf eine bestimmte Wellenlänge Licht reagieren, dadurch kann das Haar mit dem Niedrigenergie-Laser geschnitten werden. Man muss beim Rasieren auch keine Schutzbrille aufsetzen, um die Augen vor dem Licht zu schützen.

Bis zum 19. Oktober 2015 läuft die Kickstarter-Kampagne noch. Wer sich einen Skarp sichern will, zahlt momentan umgerechnet rund 123 Euro für einen Laser-Rasierer. Im März 2016 sollen die fertigen Geräte dann an die Unterstützer verschickt werden. Weitere Infos findet man auf Kickstarter und möglicherweise später auf der Seite von Skarp. Im Augenblick verweist die Seite allerdings nur auf die laufende Kickstarter-Kampagne.

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