28.02.14

Sinister: Modularer und ultra-flexibler Game-Controller

Ein Monster für die Hand. (Foto: Tivitas Interactive)

Eine neue Art, Spiele zu steuern - das verspricht Sinister. Auf den ersten Blick wirkt die Idee von Tivitas Interactive schon recht freakig. Was steckt hinter dem individualisierbaren Controller?

 

Bereits Anfang des Jahres stellte Chris Zhao-Holland sein modulares Keypad für den PC vor. Die eigentliche Idee verspricht eine hohe Flexibilität. Denn Spieler können selbst entscheiden, wann und an welcher Stelle sie Knöpfe, Analogstick, Steuerkreuz oder Funktionstasten benötigen. Die sogenannten Flux Elements sind hierbei einzelne Module, die besagten Eingabe-Komponenten entsprechen. On-the-fly können diese in ihrer Position verändert und live verwendet werden. Über Magnetismus werden die Teile des Controllers miteinander verbunden.

Was soll das sein?

Zugegeben: Auf den Bildern sieht Sinister schon befremdlich aus. Das ist dem Macher durchaus bewusst, er sieht seine Erfindung aber als eine neue Art der Steuerung, bei der nicht einfach nur ein Gamepad durch dieses System ersetzt werden soll. Ebenfalls kann man die Peripherie als Maus-Alternative benutzen, zum Beispiel mit einem ergänzenden Analogstick für eine individuelle Steuerung auch bei Anwendungen.

Zugleich muss man sich nicht sorgen: Sinister soll aktuelle Standards wie Xinput und DirectInput sowie Kombinationen aus beiden unterstützen, für das Betriebssystem ist der Controller also ein Gamepad, eine Maus oder ein Keyboard. Wer möchte, der simuliert einen regulären Xbox Controller - alles kein Problem. Quasi jeden Bedürfnissen soll Sinister gerecht werden, zumindest nach einer gewissen Eingewöhnungszeit, die wohl nötig sein dürfte.

Noch nicht fertig

Der USB-Controller setzt auf haptisches Feedback, das gemeinsam mit dem Unternehmen ViviTouch entsteht. Von einem ungekannten Realismus ist die Rede - egal, was man sich darunter vorstellen mag.

Standardmäßig ist Sinister für Windows vorgesehen, aber auch Linux, Mac OS X und perspektivisch Android hat man im Visier, um so möglichst viele Gamer zu erreichen. Die Frage ist nur, ob Spieleentwickler hier ebenfalls an dem Zubehör interessiert  sind und dieses explizit bei ihren Spielen unterstützen würden.

Doch erst einmal muss Sinister in den Handel kommen. Aktuell versucht der Hersteller bei Kickstarter 100.000 Kanadische Dollar (zirka 65.000 Euro) von der Zielgruppe einzusammeln. Wer umgerechnet rund 80 Euro vorschießen wollte, konnte sich ein Exemplar in der Standard-Ausführung sichern. Die Neugierde scheint recht groß zu sein, denn die Early Bird-Exemplare sind längst „ausverkauft“. Jetzt muss man schon an die 100 Euro investieren, möchte man schnellstmöglich ein Gerät haben. Frühestens Mitte des Jahres sollen die ersten Geräte ausgeliefert werden.

Wie sieht nun dieser Spaß in Bewegung aus? Das wird im offiziellen Kickstarter-Video deutlich:

Persönlich dominiert noch die Skepsis. Individualisierung hin oder her - aber muss man wirklich unbedingt Maus und Tastatur durch solch ein Monstrum ersetzen? Ob Sinister ein Erfolg wird? Wir erfahren es sicherlich noch 2014.

Weitere Details gibt’s bei Kickstarter und auf der offiziellen Webseite .

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