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04.09.17

Security

Sicher im Web surfen: So nutzen Sie die Schutzfunktionen Ihres Browser

Sven Wernicke

 
(Bild: Fotolia)

Über gefälschte Webseiten gelangen Kriminelle an Ihre Daten fürs Onlinebanking. Ein Worst-Case-Szenario, zu dem Sie es nicht kommen lassen müssen. Mit diesen Funktionen Ihres Browser können Sie sich schützen.

Sicher surfen mit Chrome, Firefox & Co.

Alle aktuellen Webbrowser, egal ob Firefox, Chrome, Opera, Edge oder Safari, verfügen über Optionen, mit denen Sie sich sicherer beim Surfen im Netz fühlen können. Bestimmte Einstellungen und vielleicht auch das eigene Nutzungsverhaltung führen dazu, dass Sie nicht mehr auf Tricks von Betrügern hereinfallen oder auf Webseiten landen, die Sie ausspionieren möchten. Denn heutzutage ist das Phishing, sozusagen das Fischen von Passwörtern, ein ernst zu nehmendes Problem, mit dem Menschen im Internet konfrontiert werden.

Die richtigen Einstellungen wählen

Im Firefox finden Sie unter "Extras -> Einstellungen -> Sicherheit" bereits wichtige Aspekte, mit denen Sie Vorkehrungen treffen können. So blockiert der Browser auf Wunsch und im Vorfeld gefährliche Inhalte und warnt davor, wenn Erweiterungen installiert werden sollen. Add-Ons müssen nicht zwangsläufig eine Gefahr darstellen, ungefragt dürfen diese aber nicht aktiviert werden.

Bei Google Chrome werden Sie unter "Einstellungen -> Erweitert -> Sicherheit und Datenschutz" fündig, bei Opera unter "Einstellungen -> Datenschutz & Sicherheit". Im Microsoft Edge gibt’s die jeweiligen Optionen unter "Einstellungen -> Erweiterte Einstellungen -> Datenschutz und Dienste".

Letztlich ähnelt sich die Konfiguration der Browser sehr. Und schnell wird auch klar: Es ist für Sie sicherer, anonym im Internet zu surfen und bedacht „unterwegs“ zu sein. Wer Spuren hinterlässt und unachtsam mit seinen eigenen Daten umgeht, macht es Angreifern leicht.

Anonymität im Netz kann schützen

Auch die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit empfiehlt, regelmäßig Cookies und Flash-Cookies zu löschen, am besten sogar nach jeder Sitzung. So werden temporär gespeicherte Informationen über Ihr Verhalten im Internet zeitnah entfernt. Dass Sie sorgfältig mit Ihren Kennwörtern umgehen und diese regelmäßig ändern sollten, versteht sich von selbst. Wenn Sie Ihren PC nicht alleine nutzen oder diesen nicht schon anderweitig schützen, sollten Sie Passwörter im Browser nicht automatisch speichern (lassen) und auf die Auto-Vervollständigen-Funktion verzichten.

Ratsam ist es ferner, Browsercache, Chronik bzw. Verlauf von Rechnern zu löschen, die Sie mit anderen Menschen teilen. Entsprechende Einstellungen bietet jeder Browser an. Apropos: Chrome und Co. werden von den Herstellern fortlaufend verbessert und aktualisiert. Versäumen Sie es also nicht, die Updates, die Ihnen angeboten werden, auch zu installieren.

Ein weiterer Tipps: Add-Ons und Plugins verbessern nicht nur Ihren Browser, sie können ihn auch verlangsamen oder gar heimlich Daten sammeln. Prüfen Sie, ob dort ungewünschte Erweiterungen vorhanden sind. Deaktivieren oder besser deinstallieren Sie diese schleunigst.

Sichere Verbindung mit Webseiten

Ob Sie womöglich auf einer potentiell gefährlichen oder gar gefälschten Webseite gelandet sind, die Sie zum Eingeben brisanter Daten auffordert (Stichwort: Onlinebanking), erkennen Sie schnell im Firefox oder Chrome. Direkt neben der Adresszeile entdecken Sie ein kleines Schloss-Symbol, das darüber Aufschluss gibt, ob Informationen per SSL verschlüsselt übertragen werden. Ist das nicht der Fall oder fehlt ein SSL-Zertifikat, ist Vorsicht geboten.

Hinweis: Nicht jede Webseite besitzt eine SSL-Verbindung über "https", da dies nicht zwingend erforderlich ist. Bei Onlinebanking und Onlineshops dagegen braucht es diesen Schutz. Ist er nicht vorhanden, dann ist Vorsicht geboten!

Eine Stufe weiter geht das komplett anonyme Surfen im Internet über VPN, Proxy-Server oder das Netzwerk Tor. Kommunikationswege werden vertuscht, Ihr Aufenthalt im Netz kann so nicht ohne weiteres nachverfolgt werden. Ob das nötig ist? Das liegt in der Entscheidung des Anwenders. VPN lässt sich übrigens bei Opera in den Einstellungen einfach aktivieren, für die anderen Browser werden Plugins oder weitere Tools verlangt. Manche Router unterstützen ebenso das Anonymisieren via VPN oder Proxy.

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