05.12.07

"Shoogle" Ist das Handy noch "voll"?

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Eigentlich ist man durch die täglich dutzendweise eintreffenden Spam-Mails zu "Schüttel-Lampen" auf das Thema längst allergisch. Die "Schüttel-Software" Shoogle soll nun allerdings durch Schütteln des Handys verraten, wieviel Saft noch drin ist.

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Ein Team von schottischen Wissenschaftlern hat eine PDA-Handy-Software entwickelt, die dem User durch kurzes Schütteln mitteilt, wie es um den Ladezustand der Batterie bestellt ist. Das Programm namens "Shoogle" - nach dem schottischen Wort für "shake" (schütteln) - nutzt den Lautsprecher sowie das Vibrationsmodul des Mobiltelefons. Durch Töne und stoßartige Bewegungen wird für den User ein Gefühl erzeugt, als ob das Handy Flüssigkeit enthalten würde. Je nachdem wie voll oder leer sich das Mobiltelefon anfühlt bzw. anhört, kann auf den Ladezustand des Akkus geschlossen werden.

 

Dieselbe Technik verwendet Shoogle auch, um anzuzeigen, wie viele neue Nachrichten auf dem Handy eingegangen sind. Dabei wird jede Nachricht durch eine Kugel am Display repräsentiert, die sich in einer Box bewegt. Durch das Schütteln des Geräts stößt diese am virtuellen Rand an und erzeugt damit ein entsprechendes Geräusch sowie einen Stoß.

Sind mehrere ungelesene Nachrichten in der Inbox vorhanden, bewegen sich auch mehrere Kugeln in der Box. Das erzeugte Klanggeräusch der aufeinanderprallenden Bälle kann zudem variiert werden, berichtet Chefentwickler John Williamson von der Glasgow Universität. Damit werden die Nachrichten auch bestimmten Personen zuordenbar. "Shoogle ermöglicht dem User, den Status des Handys zu überprüfen, ohne dass er einen Blick darauf werfen muss", so Williamson.

Ein Handy, das mit der Shoogle-Software arbeitet, erkennt über einen integrierten Beschleunigungssensor, wenn es geschüttelt wird. Die Software wurde laut den Forschern an PDAs getestet, an denen ein entsprechender Sensor angeschlossen war, sowie mit einem Nokia-Gerät mit integriertem Beschleunigungsmesser. Ein Demonstrationsvideo ist auf YouTube zu finden.

Aktuell hat die Software lediglich ein geringes Verbreitungspotenzial, da noch zu wenige Mobiltelefone mit der nötigen Hardware ausgestattet sind. Die Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass künftig eine wachsende Anzahl von Geräten mit den Sensoren ausgestattet sein werden. Nokia hat bereits ein Entwickler-Kit veröffentlicht, das Programmierern ermöglicht, Applikationen zu entwickeln, die sich Beschleunigungssensoren zunutze machen.

Nach dem iPhone und dem Sony Ericsson W910i nun also eine weitere neue Anwendung von Bewegungssteuerung. Laden kann man das Handy mit der neuen Software allerdings durch Schütteln nicht. Glücklicherweise, sonst wäre schon die nächste Spamflut auf dem Weg...

[via Pressetext.at]

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