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07.06.14

Sherlybox: Private Cloud für den Schreibtisch mit Raspberry Pi

Sherlybox Private Cloud {Sherlybox;https://www.kickstarter.com/projects/sherly/sherlybox-a-private-and-shareable-cloud-on-your-de}

Sherlybox ist ein Datenspeicher für den Schreibtisch, der eine Alternative für alle sein will, denen die Cloud zu wenig Speicher und zu wenig Datensicherheit bietet. Die dazugehörige Software soll ganz einfach ein sogenanntes GatelessVPN aufbauen können, ein virtuelles privates Netz, das ohne zentralen Server auskommt. Dadurch soll das Teilen ausgewählter Daten so einfach sein, wie man es von Cloud-Diensten kennt.

 

Mit den Cloud-Diensten ist es wie mit allen anderen Speichermedien auch: Der Platz reicht irgendwie nie aus. Heutzutage rechnet man doch eher in TB als in GB. Und nicht jeder fühlt sich wohl bei dem Gedanken, dass seine Daten auf irgendwelchen Servern gespiegelt werden, Verschlüsselung hin oder her. Sherlybox wendet sich an Nutzer, die genau diese beiden Punkte davon abhalten, ihre Daten Cloud-Diensten anzuvertrauen.

Sicher, es gibt schon einige Möglichkeiten, sich eine Art private Cloud einzurichten. In der Regel ist das ein NAS-Speicher, der über den Router auch von außerhalb des eigenen LANs zugänglich gemacht wird. Auch an aktuelle FritzBox-Modelle kann man externe Festplatten anschließen und sich mit Benutzernamen und Kennwort einloggen, wenn man den Zugriff von außen eingerichtet hat. Aber diese Lösungen erfordern doch einiges an technischem Verständnis und Gefrickel. Sherlybox dagegen wendet sich auch an jene Nutzer, die es so einfach wie möglich haben möchten.

Das folgende Video präsentiert die Vorzüge der Sherlybox in drei Minuten.

Im Inneren der Sherlybox verrichtet ein Raspberry Pi Compute Modul seinen Dienst, mit 4 GB Flash Speicher an Stelle der üblichen SD-Card. Man soll die Sherlybox mit einer integrierten 1-TB-Festplatte bestellen oder über USB-Hub(s) bis zu 127 externe USB-Geräte anschließen können.

Zur Einrichtung soll man nur dreimal auf den großen Knopf an der Außenseite drücken, und die Sherlybox verbindet sich mit Mac, Linux oder PC. Sherlybox erstellt keine Kopien der Daten in der Cloud, sondern macht sie nur zugänglich.

Das Interessante an diesem Gerät ist wohl auch weniger die Hardware als die Software: Sie soll nicht nur die eigenen Daten von der Sherlybox, verwalten, sondern auch diejenigen, die man schon in die üblichen Cloudspeicher geschoben hat. Man richtet über die Software Gruppen ein, die durch Ordner repräsentiert werden, und bestimmt, welche Menschen auf welche Dateien Zugriff erhalten. Eine Chat-Anwendung ermöglicht es, sich innerhalb der Gruppen über die geteilten Dateien auszutauschen.

Auch Mediaanwendungen wie Plex oder XBMC sollen auf die Medien zugreifen können, die von Sherlybox verwaltet werden. Die Entwickler schreiben, ihr Gerät sei in gewisser Hinsicht wie ein NAS-Speicher, nur einfacher, besser und schneller.

So soll das Software-Protokoll speziell für große Dateien entwickelt worden und bis zu zwanzigmal schneller sein als CIFS/SMB. Außerdem soll Sherylbox in der Lage sein, bei einer Gigabit-Ethernet-Verbindung von zwei Rechnern nicht nur rund 50 Prozent der Bandbreite zu nutzen, sondern bis zu 94 Prozent: 940 Mb/s sollen in so einem Szenario nutzbar sein.

Sherylbox kann intern eine 2,5-Zoll-Festplatten mit bis 2 TB Kapazität aufnehmen und verfügt über folgende Anschlüsse:

  • Wi-Fi 11 b/g/n
  • 1x Ethernet RJ45
  • 1x HDMI
  • 1x Audio analog
  • 1x USB 2.0 zum Anschluss eines USB-Hubs mit eigener Stromversorgung
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Weitere Infos über die Sherlybox findet ihr auf der Kickstarter-Projektseite sowie auf der eigenen Website. Die Finanzierungsphase läuft noch bis zum 4. Juli 2014. Bis dahin könnt ihr euch für umgerechnet 158 Euro inklusive Versand eine der ersten 500 Sherlyboxen mit 1 TB Speicherplatz sichern.

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