11.04.14

Selfie Mirror: Spieglein, Spieglein an der Wand – wer lächelt am schönsten im Twitterland?

Lächeln erkannt, der Countdown läuft, gleich macht der „Selfie“ ein Foto.

Danach hat niemand gefragt, aber umso schöner, dass es das jetzt gibt: „Selfie“ ist ein Wandspiegel, der automatisch Fotos von dir macht und auf Twitter postet. Aber keine Angst: Ausgelöst wird er nur, wenn du lächelst.

 

Der Name „Selfie“ ist laut der Macher eine Abkürzung und steht für „Self Enhancing Live Feed Image Engine“. Dass ihr High-Tech-Spiegel genauso heißt wie das „Wort des Jahres“ der Oxford Wörterbücher ist also reiner Zufall? Nein, nicht wirklich: Ihr Spiegel ist eine Mischung aus interessantem Bastelprojekt und satirischem Kommentar auf gewisse Entwicklungen in unserer Gesellschaft. Zudem zeigt er, wie man High-Tech so einsetzen kann, dass ein Gerät simpler wird anstatt komplizierter.

Bei alldem würde ich wetten: Manch einer würde sich den Selfie-Spiegel sogar liebend gern in die Wohnung hängen.

Gebaut haben ihn Mitarbeiter der Digitalagentur iStrategyLabs. Das folgende Video führt ihn vor:

vimeo.com/90791484

Die Funktionsweise für den Nutzer ist also sehr simpel: Man muss lediglich an einer bestimmten Stelle vor dem Spiegel stehen. Eine Gesichtserkennung wartet dann so lange, bis sie ein Lächeln feststellt. Dann läuft ein kurzer Countdown ab, der durch LEDs visualisiert wird. Das Foto wird geschossen und bei Twitter gepostet.

Im Innern selbst arbeitet ein Mac Mini. Die Macher hatten es auch mit einem Raspberry Pi versucht, stellten aber letztlich fest, dass sie für die Gesichtserkennung mehr Rechenpower benötigen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass man zwischen einem 35-Euro-Raspberry-Pi und einem 600-Euro-Mac-Mini eine Zwischenlösung finden könnte. Ein Arduino wiederum ist dafür zuständig, den Countdown ablaufen zu lassen. Der Spiegel selbst ist ein Zwei-Wege-Spiegel, so dass Kamera und LEDs unsichtbar angebracht sind. Interessanterweise basiert das Gehäuse auf einem Ikea-Medizinschränkchen und die Halterungen im Innern hat das Team per 3D-Druck selbst hergestellt.

Die Baupläne wurden offenbar nicht veröffentlicht. Aber ich könnte mir gut denken, dass jemand die Idee aufnimmt und sie mit Open-Source-Hardware umsetzt.

Weitere Informationen zum Selfie Mirror findet ihr hier bei iStrategyLabs und einige weitere interessante Informationen dazu bei Gizmag.

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