14.03.08

Schwämmchen-Zähler: Kontra Ärztepfusch

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Ganz kontraproduktiv vergessen immer wieder Ärzte OP-Materialien im Patienten. Der neue Schwämmchen-Zähler kontrolliert mittels Barcode, dass auch alle saugfähigen Teile den Patienten wieder ordnungsgemäß verlassen.

opscanner.jpgDie großen Enthüllungen rund um den Ärztepfusch in Deutschland versetzten den "Göttern in weiß" einen großen Imageverlust. Durch Marathon-Schichten von Operateuren und OP-Schwestern wurden - neben einigen weiteren Aspekten - vermehrt allerlei Utensilien im Körper der Opfer vergessen. Dass dies nicht sonderlich gut für die Genesung ist, liegt auf der Hand. Als hätte die amerikanische Firma Surgicount diese Entwicklung in Deutschland vorhergesehen, entwickelten sie das Kontrollsystem "Safety-Sponge" - nicht nur für Deutschland.

 

Jedes Schwämmchen oder Tüchlein soll im Sinne der Entwickler mit einem eindeutigen Barcode versehen werden. Sowohl vor und nach dem Einsatz werden die Hilfsmittel erfasst. Meldet der Scanner nach dem Ende der OP noch ein fehlendes Stück, kann das überforderte Fachpersonal danach suchen.

Eigentlich vertraute ich meinen Ärzten, doch ist bekanntlich niemand fehlerfrei. Das im Grunde sehr einfache System könnte den Alltag absichern, auch wenn das Personal sich nicht nur auf die digitale Anzeige verlassen sollte. Aber warum gibt es das System nur für Schwämme? Nachdem auch schon metallene Werkzeuge und Schrauben im Körper vergessen wurden, wäre eine Erweiterung zumindest wünschenswert.

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