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29.03.10

Schnitzeljagd goes paperless: Android Caching

Man muss eine Geocaching-Aktion nicht immer generalstabsmäßig planen. Wie oft ist man gerade beim Wandern oder Radeln und es drängt sich das Verlangen auf, einen Cache zu suchen. Dann ist Spontaneität gefragt. Die entsprechenden Apps und Smartphones mit ständiger Anbindung ans Web und eingebautem GPS-Chip machen es möglich.

Sucht man im App Store nach Geocaching-Anwendungen für das iPhone, erschlagen einen rund 50 Angebote. Soweit, so gut. Doch wie sieht es für den Androiden aus, das konkurrierende offene Betriebssystem von Google? Schauen Geocacher und solche, die es sein wollen, in die virtuelle Röhre oder gibt der Markt auch für die Google-Phones etwas her?

Schließlich haben sich deren Entwickler von Anfang an die Integration von GPS und Kompass auf die Fahnen geschrieben – die Voraussetzungen, mit einem schicken T-Mobile G1 oder HTC Magic auf Schatzsuche zu gehen, sind also nicht schlecht. Wie das iPhone mit dem Apfel-Branding besitzen auch die Smartphones von Google einen eingebauten GPS-Empfänger und Sender. Doch zunächst müssen die Geodaten des Ziels auf das Handy kommen. Da hilft der Android Market, das Gegenstück zum AppStore. Er spuckt auf die entsprechende Anfrage 24 Applikationen aus, einige davon gratis wie etwa GeoBeagle oder GeOrg für € 4,99. Geodroid ($ 9,99) greift auf eine hochgeladene GPX-Datei zurück und bringt den User mit der digitalen Kompass-Ansicht (hoffentlich) ans Ziel. In der Kartenansicht sieht man die eigene Position und die des Zielpunkts. C:GEO ist kostenlos und hat eine direkte, wenn auch inoffizielle Verbindung zu geocaching.com. Die App ist nur für den Online-Gebrauch konzipiert.

Ist der Cache einmal ausgesucht, kann es auch schon losgehen. Die Cachebeschreibung ist verstanden, der Navigationsmodus eingeschaltet und die Jagd beginnt. Im Programm CacheMate lässt sich zwischen dem Kartenmodus und einem Navigationspfeil wechseln, was je nach Situation und persönlicher Vorliebe auch getan werden sollte.

Früher oder später gelangt man auf diese Weise in die Nähe des Caches, der zu guter letzt nun doch ganz altmodisch analog gefunden werden will. Begeisterung macht sich breit, wenn wir den Cache erstmal in unseren Händen halten. Vorbei scheinen die Zeiten, in denen man sich die Cache-Beschreibung ausdrucken musste und mit klotzigem GPS-Gerät und Topokarte des Weges ging. Dem mobilen Internet im Geocaching gehört die Zukunft. Und da liegt ein wenig der Hund begraben. Denn in Testberichten von Bloggern wird deutlich, dass das Angebot an anwenderfreundlichen Geocaching-Apps für das Android noch eindeutig ausbaufähig ist.

Bisher erreicht noch kein Android Cacher Programm alle Funktionen der offiziellen (nur auf dem iPhone laufenden) Groundspeak-App, die direkt auf die Datenbank von www.geocaching.com zugreift. Ein solcher Zugriff ohne Umwege über den Browser wäre sicherlich ein neuer Impuls fürs Android Caching. Eine Schnittstelle zu den vorhandenen Apps gibt es nämlich nicht wirklich. Es bleibt also mit Spannung abzuwarten, wann die eigene Android-Anwendung von den Groundspeak-Kollegen auf den Markt geschmissen wird.

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