07.11.13

Unfair: Schere-Stein-Papier-Roboter gewinnt immer

Egal wie schnell: Der Janken-Roboter gewinnt immer. Bilder: Universität Tokyo

Japanische Forscher haben einen Roboter gebaut, der Menschen beim Spiel Schere-Stein-Papier immer schlägt. Seine Sensoren können menschliches Verhalten lesen und damit schon vor der eigentlichen Bewegung erkennen, welchen Zug der Mensch tätigt. Entlarvend.

Egal wie schnell: Der Janken-Roboter gewinnt immer. Bilder: Universität Tokyo

Wer zahlt die nächste Runde? Wenn Freunde zusammen in der Kneipe sitzen, wird die Antwort manchmal mit Schere-Stein-Papier ermittelt. Ihr kennt das Spiel vielleicht noch vom Schulhof: Auf Drei zeigen beide Spieler mit einer Hand eins der drei Symbole Schere, Stein oder Papier. Der Stein schlägt die Schere, die Schere das Papier, das Papier den Stein. Totale Chancengleichheit und damit Zufall, wer gewinnt. Nicht so bei diesem Roboter.

Denn japanische Robotik-Forscher am Ishikawa Oku Laboratory an der Universität Tokyo haben den Prozessor eines Janken-Roboters so weit verbessert, dass er dazu in der Lage ist, menschliche Bewegungen innerhalb einer Millisekunde zu lesen.

Um die Bewegung zu erkennen, die richtige Antwort zu liefern und darauf zu reagieren, benötigt der Roboter nur 20 Millisekunden. Der Mensch ist da mit 60 Millisekunden, allein um die Bewegung auszuführen, viel träger. Eine neue Hochgeschwindigkeitskamera im Roboter macht es möglich. Im Video zeigen die Forscher, wie der Roboter durch seine Technik eine Gewinnquote von satten 100 Prozent erreicht:

www.youtube.com/watch

Ganz fair ist das natürlich nicht. Der Janken-Roboter betrügt ja im Prinzip, indem er die Bewegung des Menschen liest und dann erst darauf reagiert. Aber was ist schon fair in der heutigen Welt?

Einen Vorteil für den Menschen hat die Technik außerdem: Laut den Forschern soll sie dabei helfen, dass Maschinen Bewegungen des Menschen besser erahnen und schneller darauf reagieren können. Man denke da nur an den Straßenverkehr und die Entwicklung selbstfahrender Autos. Sollte die Forschung dazu dienen, dass funktionierende Vertreter mit der gleichen, hundertprozentigen Erfolgsquote unsere Straßen bevölkern, dann zahlt man doch auch gerne mal die nächste Runde.

Mehr Informationen auf der Website des Forschungsprojekts

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