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19.05.14

Sanho iStick: USB-Stick mit Lightning-Connector

Der Lightning-Anschluss des iStick ist von Apple zertifiziert. (Bilder: Sanho)

Der Sanho iStick will gleich zwei Probleme auf einmal lösen, die so manchen Besitzer von iPhone und iPad nerven: Zum einen ist es umständlich, Dateien auf die Geräte zu transferieren. Zum anderen kommen sie standardmäßig mit einigen beliebten Dateiarten nicht zurecht.

 

So sehr man die Schlichtheit und Eleganz von Apples iDevices mögen kann: Funktionell sind sie bisweilen zu arg eingeschränkt – und das sage ich als jemand mit MacBook und iPad, der zugleich ein Android-Smartphone hat. So gibt es beispielsweise keinen wirklich eleganten Weg, Dateien auf iPhone und iPad zu bringen. Man kann sie beispielsweise via iTunes synchronisieren, wozu man aber zwingend seinen Rechner zur Hand braucht – abgesehen von der notwendigen Geduld, um den Prozess abzuwarten. Oder sie lassen sich über einen Cloud-Service transferieren, der aber natürlich eine Internetverbindung benötigt, die zudem noch ordentlich schnell sein sollte. Viele Android-Geräte haben für solche Zwecke einen Slot für SD Cards oder es lässt sich ein USB-Stick an den Micro-USB-Anschluss stecken. Fertig.

Genau das soll den Apple-Nutzern nun der iStick von Sanho bringen. Das Kickstarter-Projekt dazu hat innerhalb von fünf Tagen eine halbe Million US-Dollar eingesammelt.

Der iStick überzeugt dabei in mehrfacher Hinsicht. Beispielsweise ist das Design so elegant wie funktional. Über einen Schieber bestimmt man, ob das Ende mit dem USB-Anschluss oder das Ende mit dem Lightning-Anschluss herausschaut. Er lässt sich im USB-Modus ganz wie gewohnt an Mac oder PC nutzen. Per Lightning kann man ihn dann mit allen neueren iDevices verbinden, genauer: ab iPhone 5, iPad 4. Generation, beide iPad mini, iPod touch ab 5. Generation.

Ist er mit dem Apple-Mobilgerät verbunden, kommt die iStick-App zum Einsatz. Mit ihr kann man beispielsweise Videos direkt vom Stick abspielen und das auch in Formaten, auf die sich iPhone, iPad & Co. normalerweise nicht verstehen. Konkret werden laut Beschreibung folgende Dateiformate unterstützt:

  • Video: .mp4, .m4v, .mpv, .mov, .mpg, .mkv, .avi, .wmv, .rmvb, .flv, .3gp, .gif
  • Audio: .wav, .aac, .aif, .aiff, .caf, .m4a, .mp3
  • Images: .jpg, .tiff, .gif
  • Dokumente: .doc and .docx (Microsoft Word); .htm and .html (Webseiten); .key (Keynote); .numbers (Numbers); .pages (Pages); .pdf (Preview und Adobe Acrobat); .ppt and .pptx (Microsoft PowerPoint); .txt (Text); .rtf (Rich Text Format); .vcf (Adressbucheintrag); .xls and .xlsx (Microsoft Excel); .zip; .ics

Wer also ein Video auf seinem Rechner hat und das lieber auf dem iPad anschauen möchte, transferiert es somit einfach auf den Stick, steckt ihn ins Tablet und kann es starten. So jedenfalls soll es laut Beschreibung von Sanho funktionieren. Auch die andere Richtung ist möglich: Man kann Dateien vom Mobilgerät auf den Stick auslagern – alles inklusive klassischem Dateisystem mit Ordnern, das Apple seinen iOS-Nutzern ja weiterhin nicht zumuten möchte. Ganz nebenbei macht sich die kostenlose iStick-App auch so nützlich und kann per „Öffnen in...“ die oben genannten Formate verfügbar machen, auch wenn sie auf andere Weise auf das Gerät gekommen sind.

Nützliches Zubehör mit Premiumpreis

Stellt sich natürlich wie immer bei Crowdfunding-Projekten die Frage nach der Glaubwürdigkeit der Macher. Sanho ist kein Unbekannter: Sie haben diverse Produkte auf dem Markt und unter dem Namen „CloudFTP“ auch bereits ein Kickstarter-Projekt erfolgreich umgesetzt. Unter dem Namen iUSB-Port ist dieses Gerät inzwischen auf dem Markt. Frank Müller hatte es euch vorgestellt. Insofern kann man optimistisch sein, dass die Versprechen auf der Projektseite zum iStick tatsächlich eingehalten werden.

Wer sich für den Stick interessiert: Es gibt ihn in Kapazitäten von 8 bis 128 GB. Die Preise beginnen bei umgerechnet 65 Euro inklusive internationalem Versand. Bei der 128-GB-Version ist aktuell noch der „Early Bird“-Preis erhältlich. Aber auch der schlägt mit umgerechnet knapp 190 Euro zu Buche. Kurzum: Ein tolles Produkt, das sicherlich für viele nützlich ist. Der Premiumzuschlag fällt allerdings deftig aus. Wahrscheinlich auch deshalb, weil der iStick offiziell zertifiziert ist und dieses Siegel lässt sich Apple gut bezahlen...

Weitere Informationen zum iStick findet ihr auf der Kickstarter-Projektseite.

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