13.11.06

SanDisk Sansa e200 im Test - Teil 4: Fazit

SanDisk Sansa e200

Im vierten und letzten Teil unseres SanDisk Sansa e200 Tests schauen wir, wie gut der MP3-Player unter dem Strich abschneidet.

Links zu Teil 1, Teil 2 und Teil 3 des Tests.

In den vergangenen drei Teilen haben wir uns mit Musikübertragung und

-wiedergabe sowie mit Zusatz-funktionen wie Videowiedergabe oder Sprachaufzeichnung befasst. Alles in Allem ist der Sansa e200 sicherlich ein guter MP3-Player. Funktional gibt es nichts zu meckern - welcher Player dieser Preisklasse kann nebst Sounds auch Videos wiedergeben sowie Sounds aufzeichnen? Auch mit Kapazitäten zwischen 2GB und 8GB ist der Sansa e200 in der Kategorie der Flash-Speicher-Player absolut up to date. Aber so richtig will bei mir dennoch keine Freude aufkommen.

Beim SanDisk Sansa e200 sieht man einfach, dass ein guter Player alleine noch nicht ein gutes Musikerlebnis ausmacht. Wie bereits gesagt, was die Funktionen angeht, ist am Sansa e200 nichts auszusetzen und sowohl die Steuerung als auch die Menuführung sind intuitiv und unkompliziert. Was einem aber den Spass verdirbt ist der Transfer von Files auf den Player. Egal ob man die Files mit Windows Media Player, Musicmatch Jukebox oder einem beliebigen anderen Programm überträgt, an die Kombination iPod - iTunes (vor allem mit in Sachen Wiedergabelisten-Verwaltung) kommt so schnell einfach kein Programm und kein Player heran. Die Intergration von Musikshop, Musikfile-Verwaltung und Synchronisation ist (zur Zeit jedenfalls) unschlagbar. Da wäre meiner Meinung nach SanDisk mit einer eigenen und gut umgesetzten Software besser gefahren. So lange ich alle meine MP3-Files via Windows Media Player auf einen MP3-Player zwingen muss, ist das für mich ein Grund, das Gerät nicht zu kaufen.

 

Der Sansa e200 hat aber natürlich auch seine Sonnenseiten. Die Videowiedergabe finde ich z.B. absolut cool. Clever ist dabei, dass das Video automatisch um 90 Grad rotiert wird, wodurch man den 1.8 Zoll Bildschirm fast komplett ausnützen kann. Auch die Sprachaufnahmefunktion finde ich an sich gelungen. Wäre das Mikrofon etwas empfindlicher, wäre diese Funktion perfekt. Schade ist, dass in den europäischen Versionen das Radio und die damit verbundene Recording-Funktion entfernt bzw. gesperrt wurde. Direkt vom Radio auf den Player aufzunehmen wäre verzichtbar gewesen, aber das Radio hätte man meiner Meinung nach nicht sperren müssen.

Hier noch ein Kurzüberblick über die wichtigsten Eigenschaften des Sansa e200:

Kapazität: 2GB, 4GB, 6GB und 8GB (durch microSD erweiterbar)

Bildschirm: 1.8 Zoll TFT

Soundwiedergabe: MP3, WMA (inkl. PlayForSure)

Videowiedergabe: AVI, MPEG, MOV, ASF

Bildwiedergabe: JPG, GIF, PNG, TIFF, BMP

Akkulaufzeit: 20h (Hersteller), circa. 16h (Test)

Preis: zwischen ?88 und ?215

Würde ich den SanDisk Sansa e200 zum Kauf empfehlen? Wenn man seine Musikfiles noch gar nicht so richtig verwaltet oder den Windows Media Player schätzen gelernt hat: ja. Vor allem der niedrige Preis (immerhin ?35 gegenüber dem iPod nano 8GB) und die tolle Ausstattung sprechen hier für den Sansa e200. Wenn man aber seit geraumer Zeit mit iTunes arbeitet und sich daran gewöhnt hat, würde ich von einem Kauf eher abraten. Meiner Meinung nach kann der Player an sich noch so gut sein - wenn der Datentransfer mühsam ist, ist er einen Kauf nicht wert.

Unser Testgerät wurde uns von K55, dem MP3-Center in Zürich zur Verfügung gestellt und ist dort nebst vielen anderen MP3-Playern erhältlich.

Weiterführende Links:

SanDisk Sansa e200

K55

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