04.11.06

SanDisk Sansa e200 im Test - Teil 3: Videos, Fotos und Co.

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Im dritten Teil des Tests betrachten wir diejenigen Funktionen des SanDisk Sansa e200, die über die reine Musikwiedergabe herausgehen.

Links zu Teil 1 und Teil 2 des Tests.

Wie bereits in den vorherigen Teilen des Test angetönt, kann der Sansa e200 noch viel mehr als Musik abspielen. Der 1.8 Zoll Bildschirm sowie der Flash-Speicher von bis zu 8GB ist geradezu prädestiniert für die Wiedergabe von Videos und Fotos. Nebst diesen beiden Themen wird im heutigen Teil des Tests auch die Sprachaufnahmefunktion etwas genauer angeschaut. Doch bevor wir uns auf dem Sansa e200 Videos oder Bilder anschauen können, müssen wir diese natürlich zuerst auf den Player übertragen. Zu diesem Zweck hat SanDisk dem Sansa gleich den "Sansa Media Converter" auf CD beigelegt. Dieses problemlos zu bedienende Programm konvertiert Videos und Fotos in dem Sansa genehme Formate (Quicktime für Videos und BMP für Fotos) und überträgt diese dann auf den Player.

 

Die Liste der importierbaren Formate ist lang. Bei Bildern sind es: JPG, TIF, PNG, GIF und logischerweise BMP. Bei den Videos: AVI, MPEG, ungeschützte VOBs, DAT, WMV, ASF und eben Quicktime. Hat man aber z.B. über den TV-Tuner einen 2h langen Film aufgenommen und will diesen nun übertragen, dauert die Konvertierung doch einige Zeit und nimmt auch nicht gerade wenig Rechenleistung in Anspruch. Nach dem Datentransfer sind die Files auf dem Player unter den Menupunkten Video resp. Fotos gespeichert.

Videos werden auf dem Sansa e200 automatisch im Breitbild-Modus wiedergegeben, wodurch das Display auch wirklich voll ausgenutzt wird. Die Bildqualität ist zwar überraschend gut (besser als auf dem Bild unten, aber das zu fotografieren, ist nicht ganz leicht), aber ein 1.8 Zoll Display ist halt doch nur 1.8 Zoll gross und somit in etwa gleich gross wie ein Handy-Display. Die Steuerung im Videomodus ist meiner Meinung nach noch nicht ganz perfekt. Mit dem Scrollrad kann man nur die Lautstärke regeln - will man im Video vor- oder zurückspulen, muss man eine der beiden Tasten links und rechts des Rades zur Hilfe nehmen, was bei längeren Passagen eher mühsam ist. Was auch eher nervig ist: geht man während der Wiedergabe ins Hauptmenu und dann wieder zurück auf das Video, beginnt dieses wieder von vorne - eine Lesezeichen-Funktion sucht man vergebens.

 

Für ein kleines Filmchen zwischendurch würde ich den Sansa sofort benützen aber Ben Hur möchte ich mir darauf nicht anschauen müssen. Für längere Videos ist das Display einfach zu klein und die Bedienung zu mühsam.

Kommen wir zu den Bildern. Diese kann man im Menupunkt "Foto" wahlweise als Thumbnails oder als Liste mit Dateinamen anzeigen lassen. Der Sansa e200 unterscheidet dabei bloss zwischen eigenen Bildern und den standardmässig auf dem Player gespeicherten Bildern, eigene weitere Ordner sind nicht möglich. Ferner kann man die Bilder in einer Diashow anzeigen oder sich selbst durch die Fotos hindurchclicken. Auch hier gibts qualitativ nichts zu meckern, aber ich hätte mich z.B. enorm über eine Funktion gefreut, mit der man im Querformat gespeicherte Bilder drehen könnte. Damit hätte man das Display besser ausnützen und schwarze Ränder vermeiden können. Aber ansonsten ist die Fotofunktion absolut ausreichend. Meist will man ja bloss schnell einem Kollegen ein Foto der Familie oder einen Schnappschuss aus den letzten Ferien zeigen.

 

Kommen wir nun zur Sprachaufzeichnung, einer wirklich praktischen Funktion. Auf der Oberseite, direkt neben dem Hold-Button, ist ein kleines Mikrofon eingebaut, mit welchem man auf Knopfdruck Sounds aufnehmen kann. Die Aufnahmen werden im WAV Format (Mono) gespeichert, womit 1 Minute Aufnahme in etwa 6MB gross ist. Die Qualität der Aufnahme ist gut und die Stimme wird unverzerrt wiedergegeben (Sample). Jedoch muss man den Sansa e200 wirklich direkt vor den Mund halten, da die Aufnahme sonst zu leise ist. Man kann also nicht ein Interview oder einen Vortrag aufnehmen, indem man den Sansa einfach auf dem Tisch liegen lässt. Will man die Aufnahme dann auf den Computer übertragen, wechselt man am besten in den MSC-Modus und verbindet den Sansa e200 mit dem Computer und kopiert die Files vom Ordner "DATA" auf den Computer.

 

So viel zu den Zusatzfunktionen des SanDisk Sansa e200. Meiner Meinung nach runden sie den Player ab und bieten tatsächlich einen Mehrwert, sind aber teilweise nicht wirklich ausgereift. Im vierten und letzten Teil des Tests schauen wir, wie gut der Sansa e200 unter dem Strich abschneidet. Zur Verfügung gestellt wurde uns der SanDisk Sansa e200 von K55, dem MP3-Center an der Universitätsstrasse in Zürich. Der Player ist dort in Kapazitäten von 2GB (CHF 179), 4GB (CHF 229), 6GB (CHF 279) und 8GB (CHF 349) erhältlich.

Weiterführende Links:

SanDisk Sansa e200

K55

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