31.10.06

SanDisk Sansa e200 im Test - Teil 2: Erste Schritte

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Im zweiten Teil des Tests prüfen wir den Sansa e200 auf seine Alltagstauglichkeit hinsichtlich Musiktransfer und Menuführung.

Link zu Teil 1 des Tests.

Wenn es um die technische Ausstattung geht, vermag der Sansa e200 sicherlich zu überzeugen: 1.8 Zoll Farb-Screen, Kapazitäten von bis zu 8GB, eingebautes Mikrofon für Sprachaufnahmen und Wiedergabe von Sound und Videos. Im heutigen Teil führen wir den Praxistest durch und beurteilen die Alltagstauglichkeit des MP3-Players von SanDisk.

Bevor wir beginnen können, müssen wir den Sansa zuerst einmal mit Songs füttern und den Akku aufladen. Beides geschieht über den USB-Port resp. das im Lieferumfang enthaltene USB-Kabel. Sobald man den Player einsteckt, erkennt Windows diesen automatisch. Ferner wird der Sansa auch gleich aufgeladen. Wurde beim Sansa der MSC-Modus (eigentlich ein USB Mass Storage Modus) eingestellt, erkennt Windows den Player als ein externes Laufwerk und man kann Dateien via Drag&Drop auf den Sansa ziehen. Je nach dem mag das sinnvoll sein, im Normalfall ist es aber bequemer, wenn man den Sansa für den MTP-Modus konfiguriert hat (dies ist ab Werk die Standardeinstellung). So kann man nämlich den Player mit einem der gängigen Programme (Windows Media Player, Musicmatch Jukebox etc.) synchronisieren. Im vorliegenden Fall habe ich den Window Media Player gewählt, welcher den Sansa problemlos erkennt. Wählt man nun das Tab "Library" aus, kann man die Dateien und Playlisten selektieren, welche man auf den Sansa übertragen will:

 

Alternativ kann man die Playlisten oder Sounds natürlich auch über das Tab "Sync" auf den Player übertragen. Sobald der Transfer abgeschlossen ist, kann man den Sansa vom Computer trennen und sich dem Musikgenuss hingeben.

 

Schaltet man den Sansa e200 ein, muss man zuerst mal 10 Sekunden (ohne Übertreibung) warten, bis das Gerät einsatzbereit ist. Dies ist dann doch etwas ärgerlich - vor allem wenn man bedenkt, dass SanDisk in Sachen Flashspeicher über reichlich Erfahrung verfügt und eigentlich fähig sein sollte, einen Speicher zu entwickeln, der relativ rasch auf Touren kommt. Jedenfalls erscheint nach 10 Sekunden das grafisch relativ aufwändig gestaltete Menu, welches ein Stück weit Front Row von Apple nachempfunden ist. Die fünf Menupunkte Musik, Video, Sprache, Fotos und Einstellungen sind kreisförmig angeordnet. Navigiert wird mit Hilfe des Scrollrades und des grossen Buttons in der Mitte. Dies funktioniert nicht schlecht, jedoch dürfte das Rad auch etwas weniger grob in der Handhabung sein. Teilweise kann man es nicht exakt genug steuern und schiesst so über sein Ziel hinaus. Ansonsten ist die Steuerung logisch und intuitiv aufgebaut. Mit dem Back-Button links des Scrollrades gelangt man in die nächsthöhere Menuebene und mit dem grossen Button in der Mitte bestätigt man eine Auswahl.

 

Besonders hervorzuheben sind zwei coole Features in der Navigation: 1.) ist man am Ende einer Liste angelangt (z.B. Songs) und dreht das Scrollrad weiter, gelangt man wieder nach oben (sieht man auch im Film). 2.) Durch kurzes Drücken des Menu-Knopfes unten links kommt man in jeder Situation, unabhängig davon, wo im Menu man sich gerade befindet, ins Hauptmenu. Drückt man dann den Knopf nochmals, gelangt man wieder dorthin zurück, wo man zuvor war. Da sieht man mal wieder, dass unter Umständen schon nur 1 Button mehr die Navigation unglaublich erleichtern kann.

Ebenfalls Gefallen finde ich am Options-Button direkt unter dem Scrollrad. Betätigt man diesen z.B. während der Wiedergabe eines Songs, werden (wie es der Name des Buttons vermuten lässt) verschiedene Optionen wie z.B. die Shuffle-Funktion, die Wiederhol-Funktion oder der Equalizer angezeigt. Dies ist äusserst praktisch, denn wie oft schon musste ich bei meinem iPod über das Hauptmenu in den Einstellungen den Equalizer anpassen oder die Shuffle-Funktion deaktivieren, weil ich z.B. eine Symphonie der Reihe nach hören wollte ...

 

An der Soundqualität und der Bedienungsfreundlichkeit gibt es meiner Meinung nach nichts auszusetzen. Das Gerät ist wirklich sehr intuitiv ausgelegt und auch ohne die Bedienungsanleitung gelesen zu haben, kann man den Sansa e200 problemlos steuern. Einziger Wermutstropfen (welcher aber nicht der Fehler von SanDisk ist) ist der Filetransfer. Ich habe den Sansa sowohl mit dem Media Player als auch mit Musicmatch Jukebox getestet und beide sind in Sachen Bedienungsfreundlichkeit einfach Meilen von iTunes entfernt. Wer aber z.B. seit eh und je mit dem Media Player arbeitet und den eine tolle Sache findet, wird wohl keine Probleme damit haben.

Im nächsten Teil des Tests nehmen wir die anderen Funktionen (Video, Foto, Sprachaufnahme) des Sansa e200 genauer unter die Lupe. Unser Testgerät wurde uns von K55, dem MP3-Center in Zürich wo jeder Player vor dem Kauf getestet werden kann, zur Verfügung gestellt. Die Sansa e200 Linie ist dort auch im Webshop erhältlich.

Weiterführende Links:

SanDisk Sansa e200

K55

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