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28.10.06

SanDisk Sansa e200 im Test - Teil 1: First Impression

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Die MP3-Player der Sansa e200-Linie von SanDisk sind zwar nicht so bekannt wie die iPods. Einen Test sind sie aber allemal (oder gerade deswegen) wert.

Auch wenn viele Leute dies wohl erwarten würden: der iPod ist nicht der einzige MP3-Player auf dieser Welt. Der Speicherkarten-gigant SanDisk stellt unter dem Label Sansa ebenfalls MP3-Player her. Die Sansa e200-Linie umfasst total vier Geräte und wurde erst vor kurzem durch eine 8GB-Version erweitert. Somit sind die Sansa e200 in Kapazitäten von 2GB, 4GB, 6GB und 8GB zu haben. Wir testen einen Sansa e250 mit einer Kapzität von 2GB welcher wie alle Sansa e200 einen 1.8 Zoll TFT-Farbscreen eingebaut hat. Folgende Soundformate werden unterstützt: MP3, WMA und DRM-geschützte WMAs (sprich PlaysForSure-Files). Ferner kommt der Sansa auch mit Fotos (JPG, GIF, PNG, TIFF & BMP) und Videos (AVI, MPEG, MOV, ASF und WMV) klar. Diese müssen aber zwingenderweise mit der Software "Sansa Media Convertor" auf den Sansa übertragen werden. Soundfiles kann man (sofern man den Sansa entsprechend konfiguriert hat) auch per Drag&Drop direkt auf den Player kopieren.

Zusätzlich zu diesen heutzutage mehr oder weniger üblichen Funktionen verfügt der Sansa e200 über ein eingebautes Mikrofon für Sprachaufzeichnungen, was ich persönlich als äusserst nützliches Feature erachte. Im Gegensatz zu anderen Playern kann der Akku bei Bedarf relativ einfach ausgewechselt werden (allerdings geht dies dann doch nicht ganz so leicht wie z.B. der Austausch eines Laptop-Akkus). Sollte die Speicherkapazität nicht ausreichen, kann sie mittels micro-SD Slot (gibts inzwischen ja in Kapazitäten von bis zu 2GB) erweitert werden. Die Ausstattung macht jedenfalls schon mal einen sehr guten Eindruck.

 

Schauen wir uns mal den Lieferumfang an. Nebst dem eigentlichen Player werden ein USB-Datenkabel, Kopfhörer, eine kleine Tasche, ein Trageriemen sowie eine CD mit der benötigten Software und einer PDF-Version des Handbuches (ach wie schön waren die Zeiten, als eine gedruckte Bedienungsanleitung fix zum Lieferumfang gehörte ...) mitgeliefert. Auch hier gibts eigentlich nichts zu meckern. Dass der "Sansa Media Convertor" gleich auf CD beigelegt ist, finde ich doch äusserst positiv und heutzutage kriegt man ja fast nirgendwo mehr ein gedrucktes Handbuch (ich bin halt ein Nostalgiker).

Während die Rückseite aus Metall ist, ist die Vorderseite des Sansa e200 aus Kunststoff gefertigt. Mit einer Grösse von 9cm x 4.5cm und einer Dicke von 1.3cm ist der MP3-Player in etwa gleich gross wie ein iPod nano, wenn auch etwa doppelt so dick. Der schwarze Finish sieht wirklich edel aus, aber leider ist er auch sehr anfällig für Fingeabdrücke und andere ästhetische Störfaktoren. Für mich hat der Sansa e200 eine perfekte Grösse und ein optimales Gewicht (75g). Genug um zu wissen, dass man etwas in der Hand hält und nicht so gross, dass man den Player nicht mehr in der Hosentasche verstauen könnte.

 

Gesteuert wird der Sansa e200 über ein Scrollrad und fünf Buttons (hmmm - ein ähnliches Konzept habe ich doch schon mal irgendwo gesehen ...). Wenn der Sansa e200 eingeschaltet ist, leuchtet das Scrollrad blau auf, was äusserst cool aussieht. Das Scrollrad ist aber deutlich grobschlächtiger als das Clickwheel von Apple. Dies hängt nicht zuletzt auch damit zusammen, dass es sich beim Scrollrad um ein bewegliches Teil handelt (so weit ich das beurteilen kann, läuft es auf Kugeln oder so). Die vier um das Scrollrad angeordneten Buttons sind ziemlich selbsterklärend: Play/Pause, Vor, Zurück und ein Button für weitere Optionen. Der grosse runde Button in der Mitte des Scrollrades entspricht der Enter-Taste - sprich, dient der Auswahl von Optionen. Hält man die On/Off Taste unten links gedrückt, schaltet sich das Gerät ein und aus. Mit einmaligem Drücken gelangt man ins Hauptmenu zurück.

 

Der Akku des Sansa e200 kann über das mitgelieferte USB-Kabel aufgeladen werden und hält im besten Fall 20h durch. Bis der Akku komplett aufgeladen ist, verstreichen gut 3.5h. Wem der Ladevorgang über USB zu mühsam ist, kann sich ein Ladegerät für die Steckdose oder den Zigarettenanzünder kaufen. Überhaupt - obwohl logischerweise nicht so viel Zubehör wie für den iPod erhältlich ist, findet sich doch das nötigste: Schutzhüllen, Ladegeräte, Radio-Transmitter fürs Autoradio, Docks etc.

 

Wie bereits erwähnt, können Soundfiles direkt per Drag&Drop auf den Sansa e200 übertragen werden. Der Player versteht sich aber auch problemlos mit Windows Media Player (Version 10 und aufwärts). Wenn man also gedenkt, mit Wiedergabelisten zu arbeiten, empfiehlt es sich sehr, den Media Player zu benützen.

Die Geräte der Sansa e200 Serie kosten ?88 (2GB), ?119 (4GB), ?149 (6GB) und ?215 (8GB). Unser Testgerät wurde uns von K55, dem MP3-Center in Zürich zur Verfügung gestellt. In den nächsten Tagen werden wir den Sansa e200 auf Herz und Nieren testen und hier auf neuerdings von unseren Erkenntnissen berichten.

Weiterführende Links:

SanDisk Sansa e200

K55

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