07.12.09

Sandisk Sansa Clip+ im Test: Der Zwerg-Player für alles

Sansa Clip+ Anzeige Musik

Der MP3-Player Sansa Clip+ ist Sandisks Nachfolger des Sansa Clip. Der kleine, preiswerte Player spielt nicht nur MP3- und WMA-Dateien, sondern auch FLAC und Ogg Vorbis. Und das im Test mit hervorragendem Klang.

 

Klein, schwarz, stark - so könnte man die Eigenschaften des MP3-Players Sansa Clip+ (sprich: Sansa Clip Plus) in aller Kürze zusammenfassen. Owohl das streng genommen eigentlich nur auf das 8-Gigabyte-Modell zutrifft, das uns als Testgerät vorlag. Als 4-GB-Version ist der Sansa Clip+ nämlich auch in den Farben Blau und Rot erhältlich.

Aber zurück zu unserem Test-MP3-Player. Im Paket liegen außer dem Player Sansa Clip+ selbst die Kopfhörer, ein zirka 20 cm langes USB-Kabel und eine rudimentäre Anleitung in diversen Sprachen.

Das beiliegende Quick Start-Büchlein ist nicht wirklich erhellend, allerdings kann man sich eine ausführlichere Anleitung als PDF-Datei herunterladen. Dort steht dann auch, wie man den Sansa Clip+ per USB mit einem Windows-Rechner synchronisiert, auf dem der Windows Media Player ab Version 10 installiert ist. Beim Mac wird dieser USB-Modus nach dem Media Transfer Protocol (MTP) nicht unterstützt. Dort kommt der Mass Storage Class-Modus zum Einsatz: Sansa Clip+ und eventuell eingelegte microSD-Karte werden wie ein Laufwerk behandelt, die Dateien werden in den entsprechenden Ordnern per Drag-and-Drop abgelegt.

Von den 8 Gigabyte Speicher stehen zirka 7,6 GB zur Verfügung, wobei schon eine Handvoll Stücke aufgespielt sind. Löscht man diese, gewinnt man noch etwas zusätzlichen Platz.

Auf jeden Fall reicht der Speicher erst einmal für eine Weile, außerdem lässt er sich durch microSD-Karten beliebig weiter ausbauen. Der Sansa Clip+ kommt auch mit 16 GB microSD-Karten problemlos zurecht. Die finden Platz in einem kleinen Schacht in der Seite des Players. Einschieben, ein leichtes Klicken und Federn - hält. Umgekehrt genauso: Karte weiter hineinschieben, ein Klicken und die microSD-Karte wird so weit herausgeschoben, dass man sie greifen kann. Ansonsten hält die microSD-Karte bombensicher.

Schaltet man den Sansa Clip+ zum ersten Mal ein, muss man ein paar Einstellungen vornehmen: Sprache und Ort wählen, Datum und Zeit aktualisieren. Das alles findet man unter dem Menüpunkt "Einstellungen". Außerdem gibt es noch Musik, Radio, Sprache und SlotRadio (dahinter verbirgt sich nur ein Link ins Netz). Das Slotradio ist ein SanDisk-eigenes Konzept, dass mir persönlich wenig sagt, so dass ich diesen Menüpunkt ignoriere.

Empfehlenswert ist aber in jedem Fall, die Lautstärke von Mittel auf Laut zu stellen und als Equalizer Benutzerdefiniert zu wählen. Dann ist der Klang des Sansa Clip+ wirklich top.

Der Menüpunkt "Sprache" führt ins Untermenü mit den drei Punkten Jetzt aufnehmen, Aufnahme wiedergeben und Aufnahme löschen. Unter Radio findet man die verschiedenen Sender, die sich hier auch per Suchlauf oder manuell einstellen und bei Bedarf wieder löschen lassen. Am interessantesten ist sicherlich der Punkt Musik. Man kann seinen Sansa Clip+ nach Interpreten durchsuchen, nach Alben, Genres, Favoriten, Podcasts, Hörbüchern und Liedern. Dabei zeigt er sowohl die Dateien an, die sich auf dem Sansa Clip+ befinden, als auch diejenigen auf einer eventuell eingelegten Karte.

Verirrt man sich mal in den Untermenüs, reicht ein Druck auf den Home-Knopf, um in die obere Ebene zu gelangen. Ein weiterer Druck, und man ist wieder beim aktuellen Lied. Sehr schön auch, dass der Sansa Clip+ sich die Stelle merkt, an der man beim letzten Anhören ausgeschaltet hat und automatisch dort weitermacht.

Das einzige Manko ist, dass man nicht über Lied- oder Kapitelgrenzen zurückspulen kann. Will man man also ziemlich am Ende eines Kapitels noch einmal einsteigen, wenn man schon eines weiter ist, muss man an den Anfang springen und dann vorspulen. Das geht allerdings auch bei längeren Hörbuchkapiteln oder Musikstücken ziemlich flott. Anders wäre es nur ein wenig praktischer.

Hat man den Sansa Clip+ neu befüllt und trennt man ihn dann vom Rechner, aktualisiert er seine Datenbank. Das dauert bei meinem Sansa Clip+ mit 6,4 GB im Speicher und einer (noch) freien 16 GB microSD-Karte rund 25 Sekunden.

Die Tastensperre wird eingeschaltet, indem man den Home-Knopf ca. eine Sekunde drückt. Und ein weiterer längerer Druck schaltet sie wieder aus. Im Display steht zwar, man solle zum Entsperren auf den Power-Knopf drücken, aber das ist wohl ein Übersetzungsfehler.

Fazit: der kleine Sansa Clip+ lässt keine Wünsche offen. Die Bedienung ist einfach, der Klang sehr gut, und der Akku soll bis zu 15 Stunden halten. Er spielt eine Vielzahl an Audio-Formaten ab und bringt einen Radioempfänger mit. Jedes Mal, wenn man den Sansa Clip+ an den Rechner anschließt, lädt er sich auf. Das kleine, vierzeilige LED-Display ist völlig ausreichend und lässt sich bei jedem Licht gut ablesen. Ich bin von dem Sansa Clip+ (sprich: Sansa Clip Plus) rundum begeistert und kann das Gerät allen empfehlen, die Musik und Hörbücher in guter Qualität hören wollen.

Noch ein Hinweis für Mac-Nutzer: Ich habe ein kleines Script geschrieben und mit Platypus in ein Programm verpackt, das die ._Dateien und .Trashes löscht. Als Mac-User muss man nur den Sansa Clip+ darauf ziehen. Bei Drop.io CloudApp könnt ihr es herunterladen.

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