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25.02.14

Duell der Fitnessbänder: Samsung Gear Fit vs Sony SmartBand

Sony SmartBand und die Lifelog-App

Mit Sony und Samsung steigen zwei große Namen in den Markt der Fitnesstracker ein. Samsung zeigte nicht nur das Armband Gear Fit, sondern stattet auch die beiden neuen Gear-Smartwatches mit entsprechenden Sensoren aus. Sony wiederum hofft auf ein ganzes Ökosystem rund um den Tracker "Core", der z.B. im neuen "SmartBand" sitzt. Wir vergleichen die beiden Ansätze miteinander sowie mit dem Fitbit Force.

Sony SmartBand und die Lifelog-App Sony SmartBand und die Lifelog-App

Die Themen Fitness und Gesundheit gehören zu den wichtigsten Trends des Jahres in der Gadgetwelt. "Wearables" allgemein sind ein spannendes Thema: Technik, die wir am Körper tragen. Im Fall der Fitnesstracker geht es darum, unsere Gesundheit im Blick zu behalten, die Aktivität zu erhöhen, Probleme rechtzeitig zu erkennen oder im Idealfall gleich zu vermeiden. Und während solche Fitness-Gadgets durchaus motivierend sein können, wird der Markt der Fitnesstracker fast unüberschaubar groß.

Sowohl Sony als auch Samsung haben nun die Pace erhöht und neue Gadgets vorgestellt. Ihre Ansätze sind dabei sehr unterschiedlich. Eines aber haben sie gemeinsam: Sie gehen in Richtung "Smartwatch light".

Sony: Fitnesstracker und Lifelogger in einem

www.youtube.com/watch

Auf der Elektronikmesse CES 2014 hatte Sony seine Strategie im Bereich der Wearables vorgestellt. Im Zentrum stehen der Tracker "Core" sowie die Android-App "Lifelog". Core kann man dabei auch einfach in die Hosentasche stecken, aber die Idee ist vielmehr, dass ein Ökosystem aus Zubehör darum entsteht. Den ersten Vertreter hat Sony nun auf dem Mobile World Congress 2014 gezeigt: SmartBand, eine Halterung für Core in Form eines Armbands.

Die App Lifelog soll dabei nicht nur Fitnessdaten festhalten, sondern wie der Name schon andeutet, auch als Lifelogger dienen. Sprich: Man kann darüber zugleich festhalten, welche Fotos man gemacht hat, an welchen Orten man war, welche Musik gerade lief etc.pp. Besondere Ereignisse kennzeichnet man mit einem Druck auf den "Live Bookmark Button" am SmartBand. Ich befürchte allerdings, dass man dann ein ähnliches Erlebnis hat wie Jürgen bei seinem Test der Kamera Narrative Clip: Das Leben ist nicht spannend. Aber immerhin ist das eigene Leben hübsch animiert, wie man im Video oben sieht.

Daneben kann das SmartBand auch als einfache Fernbedienung fürs Smartphone dienen. So lässt sich darüber die Musik steuern, allerdings offenbar nur in der Walkman-App von Sony selbst. Daneben kann man sich per Vibration über eingehende Mails, Benachrichtigungen, Anrufe usw. informieren lassen. Mangels Display auf dem Armband dürfte das allerdings nur einen eingeschränkten Nutzen haben.

Künftig will Sony noch mehr Zubehör vorstellen, das dann auch modischen Ansprüchen gerecht werden soll. Über Wearables als Schmuck alias "Schlaue Schmuckstücke" hatte ich ja neulich bereits geschrieben. Das SmartBand kommt im März 2014 zunächst in Schwarz heraus, später in weiteren Farben und außerdem in einer "Special Edition" zur Fußball-WM (ich ahne Schlimmes). Der Preis ist noch nicht bekannt. Es soll dabei nicht nur mit Sonys Smartphones, sondern auch mit anderen Android-Geräten kompatibel sein, sofern diese mindestens Android 4.4 installiert haben sowie Bluetooth 4.0 Low Energy unterstützen.

Samsung: Fitness nur für Galaxy-Nutzer

Gear Fit (li.) mit Gear-Smartwatch und Galaxy S5. Gear Fit (li.) mit Gear-Smartwatch und Galaxy S5.

Während Sony auf ein modulares System aus "Core"-Tracker und Zubehör setzt, bringt Samsung mehrere separate Produkte heraus. Die Smartwatch Galaxy Gear wird im April durch Gear 2 und Gear 2 Neo abgelöst. Die können nun u.a. den Puls messen und Schritte zählen. Dabei sind die neuen Smartwatches zwar etwas leichter und dünner als ihr Vorgänger geworden, aber zugleich breiter und höher. Für manchen ist das einfach zu klobig und für diese Nutzer hat Samsung nun Gear Fit in petto. Das fällt durch ein langgestrecktes, gebogenes Display auf. Eingehende Anrufe und Nachrichten kann man also hier bereits sehen, ohne das Smartphone hervorkramen zu müssen. Will man antworten, tut man dies aber auf seinem Handy. Im Gegensatz zu Samsungs Smartwatches hat das Gear Fit weder ein Mikrofon für Telefonate noch eine Kamera. Beides halte ich persönlich allerdings auch für sehr verzichtbar.

Ebenso wie Sonys SmartBand kann Samsungs Gear Fit als Tracker dienen und auch als einfache Fernbedienung fürs Smartphone, außerdem beispielsweise als Stoppuhr. Dritthersteller-Apps sind auf Samsungs Fitnessband allerdings nicht möglich. Es setzt auf ein bislang nicht näher benanntes Betriebssystem.

Wie schon bei der ersten Gear-Smartwatch, haben die drei neuen Modelle einen gravierenden Nachteil: Sie arbeiten nur mit Galaxy-Geräten zusammen (und auch hier nur mit einigen). Samsung sieht sie also offenbar vor allem als Verkaufsförderer für die eigenen Smartphones und nicht als eigenes Geschäft.

Im April sollen alle drei Modelle herauskommen. Die Preise sind noch nicht bekannt.

Fitbit: Fitnessband mit Smartwatch-Ambitionen

Fitbit Force Fitbit Force

Zum Verglich ein Blick auf den zumindest in den USA schon erhältlichen Fitnesstracker Fitbit Force . Er steht in mancherlei Hinsicht zwischen den Konzepten von Sony und Samsung. So ist das Band so kompakt wie Sonys, bietet darüber hinaus aber eine simple Anzeige. Die ist zwar erheblich kleiner als Samsungs gebogenes Display, wird aber manchem als Informationsscreen bereits bestens genügen. Im Gegensatz zum Vorgänger Flex kann man beim Force den Fitnesstracker selbst nicht mehr entehmen, um ihn beispielsweise in ein anderes Armband zu stecken.

Ansonsten entspricht der Fitbit Force dem, was man von einem Fitnesstracker heute erwarten würde. Er zählt die Schritte mit und kann weitere Daten wie die Höhenmeter erfassen, er kann für einen stummen Alarm vibrieren und einen zum passenden Zeitpunkt aufwecken. Über Bluetooth verbindet er sich mit einem Smartphone. Über die App lassen sich die erfassten Daten auswerten und wer will, kann hier beispielsweise auch seine Mahlzeiten festhalten.

Ganz billig ist das Gadget allerdings nicht. Auf Amazon Deutschland gibt es ihn derzeit beispielsweise für knapp über 200 Euro. Allerdings ist er hierzulande offiziellnoch gar nicht erhältlich. Und das könnte auch noch ein wenig dauern: Wegen allergischer Reaktionen mancher Kunden hat Fitbit den Verkauf zunächst gestoppt und die Geräte zurückgerufen. Das Timing könnte kaum schlechter sein.

Preisgünstige sind beispielsweise der knapp über 200 Euro oder der knapp über 200 Euro – wenn man auf ein Display verzichten kann.

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