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05.04.16

Hardware

Samsung Galaxy TabPro S: Ist das 2-in-1-Gerät ein „Surface Killer“?

2-in-1-Geräte, die eine Mischung aus Tablet und Notebook darstellen, sind angesagt. Microsoft macht mit seinen Surface-Modellen vor, wie man solche Hybride erfolgreich am Markt positioniert. Samsung will mit dem Galaxy TabPro S mithalten.


Samsung Galaxy TabPro S (Bild: Samsung)

Samsung Galaxy TabPro S: Ein Hybrid aus Tablet und Laptop

Wer Filme schauen, Musik hören oder Games spielen will, der ist mit einem Tablet bestens beraten. Diese Mobilgeräte bieten eigentlich alles, was man zur Zerstreuung benötigt. Zum Arbeiten braucht man allerdings eine Tastatur, eventuell eine Maus und ein Betriebssystem, auf dem man beispielsweise die gängigen Office-Programmen ohne Einschränkungen nutzen kann. Hierfür eignet sich ein Notebook mit Windows.

Die Microsoft Surface-Modelle versuchen seit jeher beide Welten unter einen Hut zu bringen, da sie Unterhaltung und Produktivität bestens in einem Gerät vereinen. Gerade mit dem Surface Pro 4 und dem Surface Book gelang Microsoft den Durchbruch. Samsung möchte mit seinem rund 1.000 Euro teuren Galaxy TabPro S am Stuhlbein des Kontrahenten sägen. Ein Vorhaben, das gelingen könnte?

Gute Hardware mit kleinen Mängeln

Die Daten des 2-in-1-Gerätes klingen gut: Das Display ist 12,1 Zoll groß und liefert eine Auflösung 2.160 x 1.440 Pixel, der Akku bietet 5.200 mAh, das Gewicht liegt bei rund 700 Gramm und im Inneren arbeiten ein Intel Core M Dual-Core Prozessor mit 2,2 GHz und 4 GB Arbeitsspeicher zusammen. Die Festplatte besitzt eine Größe von 128 GB. Als Betriebssystem kommt Windows 10 zum Einsatz.

Das ist alles ordentlich und zeitgemäß. Nur der fehlende SD- bzw. microSD-Slot stoßen sauer auf. Denn so lässt sich der knappe Speicherplatz nicht erweitern.

Positiv: Samsung bietet seinen Laptop-Tablet-Hybriden auch in einer LTE-Variante an. Das bedeutet, dass man mit dieser Galaxy TabPro S-Fassung mittels SIM-Karte ins Netz kann. Ein Pluspunkt für Samsung, denn Microsoft bietet nur das Surface 3 mit LTE an.


Samsung Galaxy TabPro S (Bild: Samsung)

Surface und iPad als Vorlage

Das Design des Galaxy TabPro S erinnert an eine Mischung aus iPad und Surface. Der Rahmen mit den runden Ecken ist aus Metall, die Rückseite aus Plastik und das Cover aus Kunstleder. Die Tester von Mobilegeeks sind mit dieser Mischung unzufrieden: „Wer immer für die Materialauswahl zuständig war, sollte mal dringend Nachhilfestunden zu dem Thema Produktdesign nehmen“, heißt es dort.

Auch die Tastatur kann nicht ganz punkten. Sie muss zwar nicht extra erworben werden, dafür bietet sie keine Hintergrundbeleuchtung. Zudem wirkt das Handling unausgereift – sagt Curved.de.

Die Tester von Chip.de bemängeln die geringe Anzahl an Anschlüssen. Das Samsung Galaxy TabPro S bietet nur einen USB-C- und einen Kopfhörer-Anschluss, einen HDMI-Ausgang oder weitere USB-Ports sucht man vergeblich. Die Lösung ist ein Adapter, der rund 80 Euro kostet.

Erstklassiges Display und starker Akku

Das Samsung-Gerät besitzt aber nicht nur Schattenseiten: Laut Netzwelt.de ist das Display „ein echtes Prunkstück“. Kräftige Farben, eine hohe Auflösung und fehlende Farbverfälschungen bei steilen Blickwinkeln machen den AMOLED-Bildschirm zu einem Highlight.

Laut verschiedenen Tests geht die Leistung des Notebook-Tablet-Hybriden als "gut" bis "sehr gut" durch. Das Samsung Galaxy TabPro S rechnet schneller als das Microsoft Surface 3, allerdings nicht so flott wie das Surface Pro 4. Dafür gewinnt Samsung bei der Laufzeit: Je nach Nutzung hält der Akku sechs bis zehn Stunden durch.

Fazit

Ist Samsung ein „Surface Killer“ gelungen? Die ComputerBild meint zwar, das Galaxy TabPro S überzeuge auf ganzer Linie, die Einschätzung der Redaktion fällt trotzdem ‚nur‘ mit einem „gut“ aus. Ähnlich urteilt MobileGeeks, wo eine Wertung von 7,6/10 vergeben wurde. Die Tester fällen hier das Urteil, dass das neue Samsung-Produkt für seinen hohen Preis zu wenig bietet.

Das Fazit von ZDNet ist wohlwollender: Wer ein schlankes und leichtes 2-in-1-Gerät sucht, dem sei das Galaxy TabPro S empfohlen. Trotzdem muss sich Microsoft laut Curved.de keine großen Sorgen machen – der Mitbewerber sei im Großen und Ganzen noch nicht so gut wie die aktuellen Surface-Modelle. 

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