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18.11.10

Samsung Galaxy Tab im Test

Das Samsung Galaxy Tab wie es leibt und lebt

Test vom Samsung Galaxy Tab

Wie liegt das Samsung Galaxy Tab in der Hand und was bietet es für den Alltag?

Eins vorweg: ein Hardcore-Test ist das hier nicht. Uns geht es um die Frage, wie das Teil in der Hand liegt, wie es sich bedienen lässt und um zwei, drei Kniffe, die man vielleicht nicht erwartet hätte. Und davon gibt's einige, vor allem für Nicht-Android-Handy-Besitzer.

Android geht beispielsweise in der Navigation gerne einen Schritt zurück. Damit ist nicht die GPS-Navi, sondern die Navigation auf dem Gerät selbst gemeint: Das Verlassen einer Applikation, respektive die Art, nach einem Klick wieder einen Schritt zurück zu gehen, hat mich stark an eines meiner ersten Handys erinnert, ein Sony Ericsson. Dort, so habe ich mich erinnert, gab es nämlich diese typische Taste, die aussah wie eine gespiegelte Return-Taste. Mit dem Berühren dieses Pfeils, einer dieser Touch-Buttons am unteren Rande des Displays, gelangt man nämlich jederzeit einen Schritt zurück.

Natürlich, dieser Button ist bei Android-Mobiltelefonen mit Touchscreen üblich, aber ich gehe davon aus, dass sich auch Leute für ein Samsung Galaxy Tab interessieren könnten, die, wie ich, nicht Android-User sind – und vielleicht ähnlich nostalgische Erinnerungen haben. Der Knopf ist ebenso praktisch wie anfänglich gewöhnungsbedürftig.

Das Bild schon in der Hand – die Kamera

Schön zu benutzen ist die Kamera (3 Megapixel). Während man das Gerät auf das hilflose Motiv richtet, hält man mit dem für eine «Kamera» riesigen Screen praktisch schon das gerahmte Bild in den Händen. Ein interessantes Gefühl, so habe ich tatsächlich noch nie fotografiert. Die erwähnte Qualität der Kamera ergibt übrigens effektive Bilddaten von 2048 × 1232 Pixel (bei 72 dpi).

Für Notizen OK – die Tastatur

Die Tastatur ist angenehm gross, kann meines Erachtens aber auch im Querformat höchstens mit einem einzigen ausgestrecken Zeigefinger bedient werden. Ich jedenfalls war froh, meinen Test im eigenen Büro und nicht im öffentlichen Raum durchgeführt zu haben… Für Romane ist diese Tastatur, wie man sich das eigentlich von Touch-Geräten gewohnt ist, nicht geeignet. Notizen oder Mails würde ich aber sicher gerne damit tippen.

Einmal mit dem Finger in den geschriebenen Text getippt, erscheint ein hellblauer Cursor, der für weitere Aktionen (korrigieren, löschen, auswählen, etc.) an die richtige Stelle geschoben werden kann. Jede Textauswahl kann so via Kontextmenu bequem kopiert, ausgeschnitten, in die Suche eingefügt oder auf vielfältige Weise – Bluetooth, E-Mail, Nachricht, Twitter, etc. – weiterverbreitet werden.

Eng gehalten – der Kalender

Die integrierte Agenda ist zwar einigermassen schön, in der Standardansicht aber doch recht simpel gestaltet. Sicher, die Terminplanung dürfte deutlich leichter fallen als mit dem kleinen Handy oder Smartphone, aber ich fühlte mich dennoch recht eingeengt.

Zum Wandern perfekt – die Karte

Die Karte, selbstverständlich Google Maps, ist mit dem grossen Display für's Wandern perfekt. Endlich sieht man deutlich mehr vom Umfeld um die eigene Position herum. Was andere erst im dritten Anlauf schaffen, ist auf dem Tab schon Tatsache: Die eigene Position wird als kleiner Pfeil dargestellt und richtet sich, wie ein Kompass, stets neu aus.

Wieso nur zum Wandern? Naja, in einem ersten Versuch, immerhin in einem WiFi-Netz, aktualisierte sich die Karte nur sehr träge. Mit dieser Geschwindigkeit – und auch von der Gerätegrösse her – lässt sich das Tab neben der Routenplanung im Vorfeld höchstens noch für den Sonntagsmarsch oder den Einkaufsbummel einsetzen. Mal ganz abgesehen von der Datenmenge, die für diese Grösse an Karte nötig sein dürfte.

Mehr Funktionen – der Android Market

Der gelieferte Funktionsumfang des Tabs ist, wie wohl auch bei Android-Handys, recht bescheiden. Weitere Apps können aber jederzeit über den Android Market heruntergeladen werden. Nur schade, dass in diesem die Grösse des Display einmal mehr nicht (noch nicht) ausgeschöpft wurde. Das Stöbern in der Fülle von Apps wird so äusserst mühsam. Praktisch: Beim Stöbern im Market wird einem stets angezeigt, wenn eine App bereits auf dem Gerät installiert ist – und sie lässt sich direkt auch wieder deinstallieren.

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