15.11.10

Samsung Galaxy Tab der erste Eindruck zählt!

Eine billige Kopie oder eine neue Innovation? Das 7-Zoll-Tablet von Samsung, das Galaxy Tab, hat bestimmt von beidem etwas.Die Front des Samsung Galaxy Tab

Eine billige Kopie oder eine neue Innovation? Das 7-Zoll-Tablet von Samsung, das Galaxy Tab, hat bestimmt von beidem etwas.

Wie im richtigen Leben ist es auch bei einem neuen Gerät nicht anders: Der erste Eindruck zählt. Und da hat es das Samsung Galaxy Tab von Samsung gewiss nicht leicht. Man mag vom iPad, dem Multitouch-Tablet von Apple, halten was man will, aber dass es neue Masstäbe setzt, darauf muss man sich wohl einigen. Und in der Disziplin Tablet geht der Innovationsbonus wohl oder übel einmal mehr nach Cupertino.

Jeder, der nach einem offensiven Trendsetter ein Konkurrenzprodukt auf den Markt bringen will, hat ein grosses Problem: So gut dieses neue Produkt auch sein mag, es wird grundsätzlich als Kopie angesehen und muss dem knallharten Vergleich mit dem «Original» standhalten. Mit dieser Ausgangslage sieht sich derzeit auch Samsung konfrontiert. Und die Frage, ob das Galaxy Tab nur eine billige Kopie oder allenfalls doch eine neue Innovation ist, lässt sich kurz und bündig und vor allem recht oberflächlich leicht beantworten: Das Tab hat von beidem etwas. Als Tester unvoreingenommen zu sein scheint bei diesem Produkt so gut wie unmöglich. Auch wenn ich noch nicht all zu oft mit einem iPad hantieren konnte, dann doch schon oft genug, um beim Testen des Galaxy Tabs einige augenfällige Unterschiede auf den ersten Blick zu entdecken. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Nicht alle diese Unterschiede sind zugunsten des galaktischen Tablets zu werten.

Im ersten Teil dieser Testserie werde ich die augenfälligsten Eigenschaften, aber vor allem auch die sichtbarsten Unterschiede zum grossen Vorbild vorstellen. Ein weiterer Teil wird sich alleine dem Handling des Galaxy Tabs widmen und zum Schluss werde ich mich an ein Fazit heran wagen.

Material

Von Apple ist man sich Glas und Aluminium gewohnt, das setzt Massstäbe. Samsungs Kunststofflösung wirkt dagegen aufs Erste gleich schon etwas einfacher und deutlich weniger edel umgesetzt. Stellt sich die Frage, welches Gerät robuster ist gegen Kratzer, Sprünge und Abnutzung. Auswirken dürfte sich dieser Unterschied hingegen positiv auf das Gewicht.

Grösse

Bei der Verpackung ist der Grössenunterschied noch nicht ganz so erheblich, wie wenn das Gerät ausgepackt ist. Die zwei Zoll Differenz fallen ins Auge – und einmal mehr ins Gewicht. Obwohl die Auflösung der beiden Kontrahenten aber verblüffend nahe beieinander liegt (iPad: 1024 x 768 Pixel, Galaxy Tab: 1024 x 600), kriegt man aber, auch auf Grund der Gestaltung auf dem 7-Zöller von Samsung, gefühlt wesentlich weniger zu Gesicht.

Darstellung

Während Apple seine 9 Zoll voll und ganz ausschöpft und Inhalte auf dem verhältnismässig grossen Display wunderbar ordnen und präsentieren kann, scheint das Samsung Tablet, vielleicht auch wegen noch fehlender Optimierungen für diese Grösse von Display seitens Betriebssystem, wie ein vergrösserter Smartphone-Bildschirm zu sein. Ob Einstellungen, Android Market, Youtube oder Twitter, viele Applikationen sind noch auf die gesamte Bildschirmbreite ausgelegt und können sicher noch optimiert werden. Eine solche Optimierung hat man offenbar mit dem Kalender versucht – vielleicht ist der Platz aber doch etwas zu eng.

Physische Knöpfe

Zum Einschalten und zum Ändern der Lautstärke gibt es an der Seite des Galaxy Tabs physische Knöpfe. Die restlichen Buttons (beispielsweise den Home-Button oder die Suche) gibt es zwar ebenfalls ausserhalb des Bildschirms, sie reagieren aber nur auf Berührung. Im Gegensatz zum iPad, bei dem man den Home-Button ertasten und dann drücken kann, sollte man hier den richtigen Button besser auf Anhieb erwischen.

SIM-Karte und Micro-SD-Slot

Gleich neben dem Slot für die SIM-Karte (in normaler Grösse, übrigens) befindet sich der vielversprechende Slot, der den internen Speicher durch den Einsatz von Micro-SD-Karten erweitern lässt.

Telefon

Das Galaxy Tab hat ein integriertes Telefon mit dabei. Neben normalen Telefonaten werden auch Videoanrufe unterstützt. Ohne Headset stelle ich mir das allerdings recht lustig vor, mit einem solchen Teil am Kopf durch die Strassen zu gehen.

Flash

Auch wenn Flash-Inhalte auf Webseiten massiv ruckeln und zucken, Flash wird unterstützt. Punkt. Praktisch, aber nicht nur schön.

Nicht alles, was sich vom Erstling unterscheidet, ist grundsätzlich schlecht. Ein Konkurrenzprodukt zu lancieren zeugt immer auch von einer ganzen Menge Mut und Glauben in die eigene Kreation – und das soll nicht unterbewertet werden. Im nächsten Artikel widmen mir uns einzig und allein dem Samsung Galaxy Tab wie es leibt und lebt und zeigen was es kann und ob es unter den Weihnachtsbaum gehört.

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