19.11.09

Samsung Bada: Noch ein Handybetriebssystem

Samsung bada kommt erst im nächsten Jahr (Bild: Samsung)

Samsung kündigt an, im nächsten Jahr Handys mit dem eigenen Betriebssystem bada auf den Markt zu bringen.

Trotz der glanzvollen Auftritte von Android, Windows Mobile 6.5 und Palm WebOS scheint Samsung mit deren Fähigkeiten nicht zufrieden zu sein. Wie anders ist zu erklären, dass sie ihr eigenes Betriebssystem vorstellen wollen. Der Name: bada.

Auch das soll offen für Entwickler sein, auf dass sie viele Applikationen schreiben und den Anwendern "Spaß und vielfältige Erlebnisse" bescheren. bada ("Ozean" auf Koranisch) soll die endlosen Möglichkeiten dieser Plattform ausdrücken. Gleichzeitig fühlt sich Samsung auch zu allen anderen offenen Plattformen verbunden. Neben der unendlichen Weite soll vor allem die unendliche Einfachheit im Focus stehen. Bada-Applikationen sind einfach zu entwickeln und sollen auch einfach zu bedienen sein. Ein Entwicklungsset steht ab Dezember auf der Bada-Website zur Verfügung, verspricht der Hersteller.

Das ist aber auch alles, was man verspricht: welche Mobiltelefone auf bada basieren, steht noch in den Sternen (bzw. der Tiefe des Meeres), das erste Gerät ist für die "erste Jahreshälfte 2010" angekündigt, weitere für die zweite, dann soll auch der Samsung-App-Store online gehen. Im Dezember (dieses Jahr!) wird erst einmal das System auf einer Entwicklungskonferenz vorgestellt (wann genau, darüber schweigt die Seite noch). Dann gibt es vielleicht auch mehr Details als einen Namen und eine Vision.

Samsung hat in den letzten Jahren große Marktanteile gewinnen können und baut qualitativ hochwertige Handys. Ob die Marktmacht jedoch ausreicht, ein neues Betriebssystem mit der dahinter stehenden Infrastruktur (Entwicklergemeinde, App-Store, etc.) zu etablieren und damit auch noch Geld zu verdienen, wage ich zu bezweifeln.

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