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29.07.14

Rotring 800+ Feinminenstift mit Touchscreen-Stylus: Schreiben und Zeichnen, analog und digital

Rotring 800+ Feinminenstift + Stylus (Bilder: Frank Müller)

Der neue Rotring 800+ ist sowohl Feinminenstift mit 0,5-mm-Bleistiftmine als auch Stylus. Mit einem Dreh kann man die Spitze wechseln und entscheiden, ob man auf Papier oder einem kapazitiven Display schreibt oder zeichnet.

 

Seit 1928 produziert Rotring Präzisionsstifte zum Zeichnen und Schreiben. Berühmt sind vor allem die eckigen Feinminenstifte aus Metall, wie der Rotring 800. Dieser hat jetzt eine zusätzliche Stylus-Spitze erhalten und ist zum Hybridstift Rotring 800+ mutiert. Mit einem Dreh kann man die Spitze wechseln und entweder auf Papier oder einem Display schreiben und zeichnen.

In erster Linie ist der Rotring 800+ für mich ein Feinminenstift. Durch sein solides Metallgehäuse macht er einen sehr hochwertigen Eindruck. Er liegt gut ausgewogen in der Hand, und der markante Sechskantschaft mit der gerändelten Griffzone gibt ihm den unverwechselbaren Look. Die Mechanik zum Minenvorschub arbeitet präzise und tadellos. Und mit einem kleinen Dreh an der oberen Rändelung lässt man die Feinminenspitze erscheinen oder wieder im Schaft verschwinden. Dann verwandelt er sich in einen Stylus für kapazitive Displays. Allerdings unterscheidet sich die Gummispitze von der anderer Stifte.

Die Spitze des Rotring ist eben nicht geschlossen, sondern offen. Schließlich darf sie ja der Feinminenspitze nicht den Weg versperren. Die Gummispitze sitzt also wie der Aufsatz eines In-Ohr-Kopfhörers auf dem Schaft. Wahrscheinlich durch diese Konstruktion bedingt, ist sie etwas härter als die Spitze des Just Mobile Alu Pens .

Das führt dazu, dass man etwas stärker aufdrücken muss, wenn man den Rotring beim Schreiben oder Zeichnen schräg hält. Bei ziemlich senkrechter Haltung reagiert das Display annähernd gleich. Hält man den Stylus aber schräg, muss man etwas fester aufdrücken, damit auch wirklich jeder Strich sicher erkannt wird. Ob man das als positiv oder negativ empfindet, hängt sicher von den persönlichen Vorlieben ab. Ich empfand diese zwei Empfindlichkeitsstufen je nach Haltung zunächst etwas irritierend, habe mich aber schnell daran gewöhnt.

Die geschlossene Spitze des Jot Mobile scheint mir den Finger aber etwas besser zu emulieren. So kann man mit ihr auch auf dem Trackpad des MacBooks eine Wort durch Doppeltipp auswählen. Das klappt mit dem Rotring nicht. Auf dem Display des iPhones oder iPads funktioniert er dagegen tadellos, nur ist bei schräger Haltung wie erwähnt ein wenig mehr Druck erforderlich.

Der Name deutet es an: In erster Linie handelt es sich um den hochwertigen Feinminenstift Rotring 800, der um ein Plus erweitert wurde. Ein schönes Upgrade für alle, die sich überlegen, den Rotring 800 zu kaufen. Wer sich dagegen hauptsächlich einen Stylus für sein Tablet zulegen will, sollte bedenken, dass er hier die ausgefeilte Feinminenmechanik mitbezahlt.

Auf der Seite von Rotring kann man sich weiter über den Rotring 800+ informieren und ihn für 70 Euro in den Warenkorb legen. Bei Amazon kostet der rotring 800+ dagegen rund 50 Euro.

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