05.03.11

Rolls Royce 102EX: Emily steht unter Strom

Rolls Royce 102EX - 640 kg Akku statt V12 (Bild: Rolls Royce)

Rolls Royce hat sein erstes Elektro-Auto vorgestellt, den 102EX. Der hat tatsächlich eine brauchbare Reichweite.

Ob Autos mit einem elektronischen Antrieb die Zukunft sind? Zumindest setzt die Industrie im Moment auf diesen Antrieb, auch wenn dessen Öko-Bilanz auch nicht so viel besser ist. Irgendwo muss der Strom ja auch herkommen, mit dem der Akku aufgeladen wird. Aber etwas besseres als der E-Motor ist im Moment nicht in Sicht. Also basteln die Hersteller weiter, und auch Rolls Royce, mittlerweile im Besitz von BMW, hat sich ein paar Gedanken gemacht.

Herausgekommen ist ein 3 Tonnen schweres Monster.

Statte eines sanft vor sich brabbelnden V12 findet der zukünftiger Besitzer nur noch ein paar elektrische Geräte. Ziemlich üppige 640 Kilo wiegt allein der Akku, der innerhalb des Wagens untergebracht ist und den Tank ersetzt. 96 Nickel-Kobalt-Mangan-Zellen in fünf Batterie-Modulen speichern den Strom. Der wird wiederum an zwei Elektromotoren geliefert, die jeweils 145 kW (194 PS) leisten. Die liefern zusammen gerechnet ein Drehmoment von 800 Nm.

Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 160 km/h abgeriegelt, interessanter ist aber die Reichweite des Wagens. Die liegt bei sehr guten 200 Kilometer, man kommt also schon relativ weit. Dumm nur, dass die Akkus, wenn sie mit normalen Wechselstrom geladen werden, ganze 20 Stunden benötigen, bis sie wieder voll sind. Nutzt man Starkstrom, sind es "nur" noch acht Stunden. Insgesamt aber immer noch etwas zu lang.

Das knapp 3 Tonnen schwere Ungetüm ist bisher nur eine Studie, die aber schon ziemlich nah an der Serien dran ist. Ob und wann Rolls Royce den 102EX auf den Markt bringt, ist nicht bekannt. Auch fehlt der Preis, den man mit britischen Understatement vermutlich als "angemessen" bezeichen kann.

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