11.09.07

Ringlepiez mit Anfassen

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Die Musikindustrie macht sich pünktlich zum Ende der Sommerflaute Gedanken, wie man wieder an Geld kommen könnte. Ein nicht zu missachtender Markt ist der für Klingeltöne. Auf die Single folgt die Ringle. Läutets bei Euch?

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Eine Ringle ist eine Kombination aus dem mittlerweile kaum noch verkauften Format der Maxi-CD und einem Klingelton. Jede Ringle soll nach Idee der großen Labels drei Songs beinhalten: Die Single selbst und einen Remix plus einen älteren Song. Zusätzlich gibts dazu noch den entsprechenden Klingelton auf CD. Ein Versuch, den Klingelton auch physisch in die Läden zu bekommen.

 

Sony BMG (die übrigens die Idee für dieses Format hatten) und Universal werden innerhalb der nächsten Monate die ersten Stücke in dieser Form auf den amerikanischen Markt werfen. Bei den Sony-Ringles wird der Klingelton direkt auf der beiliegenden CD zu finden sein, alle anderen Labels werden allerdings einen Deal mit einem Onlinevertrieb abschließen müssen, um den Ton an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Dieser wird dann als Download über einen Link auf der Extra-CD zu finden sein. Vor allem die letztere Tatsache ergibt am wenigsten Sinn: Kauft man sich eine Ringle, dann muss man allen Plattenfirmen doch wieder den Weg über das Internet gehen, um seinen Klingelton erhalten zu können.

Außerdem ist es bei einem Preis von schätzungsweise $5.98 bzw $6.98 eher fraglich, wie viel sich die Plattenfirmen von dem neuen Vertriebsweg versprechen dürfen. Es ist wohl eher der verzweifelte Versuch, den CD-Markt am Leben zu halten.

Ach ja, das Bild: Wir konnten keine Abbilung einer "ringle" finden. Aber Ringle, Wisconsin, das haben wir gefunden.

[Quelle: Reuters]

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