17.09.13

Ricoh Theta: Sphärische Fotografie

Die Ricoh Theta kann man per Smartphone fernbedienen.

Die Ricoh Theta ist eine ungewöhnliche Kamera, denn sie hat nur einen Zweck: Kugel-Panoramen aufzunehmen. Was ansonsten spezielles Zubehör oder viel Geschick erfordert, soll hier auf Knopfdruck klappen.

Die Ricoh Theta kann man per Smartphone fernbedienen.

Panorama-Aufnahmen gehören heute schon zum guten Ton, Kugel-Panoramen hingegen noch nicht. Dazu braucht es auch entweder passende Hard- und Software oder viel Geduld und Geschick, wenn man es beispielsweise mit der "Photosphere"-Funktion des Nexus 4 aus der freien Hand probiert. Auf Google+ sieht man dazu immer wieder schöne Beispiele, ich bin daran bislang stets gescheitert. Dabei ist so ein Kugel-Panorama eine schöne Sache, weil es dem Betrachter ein wenig von dem Gefühl vermittelt, selbst vor Ort zu sein. Schließlich kann man sich mit dem Mauszeiger einfach umsehen.

Bei Ricoh kam man nun auf die Idee, für diese spezielle Fotosituation gleich eine eigene Kamera zu bauen, die mit ihrem Preis auch für Amateure interessant ist.

Die Theta hat etwa das Format eines Diktiergeräts. Am oberen Ende finden sich an beiden Seiten je ein Fischaugen-Objektiv. Dank Gewinde im Boden kann man die Kamera auf einem Stativ befestigen. Dazu gibt es einen Auslöser und das war es auch schon an Bedienelementen. Ein Selbstauslöser fehlt leider, wie Konrad Lischka bei Spiegel Online kritisch anmerkt. Das aber würde die sphärische Fotografie sehr erleichtern. Alternativ muss man sie sich über den Kopf halten oder man kann sie per Smartphone-App fernsteuern, wenn man nicht großflächig selbst im Bild sein möchte.

Das Fernbedienen funktioniert per WLAN zwischen beiden Geräten und fürs Erste nur mit iPhones (ab iPhone 4S). Android soll noch bis Jahresende folgen. Die geschossenen Bilder kann man auf Smartphone oder Computer übertragen und dann im Web teilen, was aber offenbar nur über den Umweg der Theta-Website funktioniert, wo die Kugel-Panoramen mit Flash interaktiv umgesetzt sind. Die Theta arbeitet außerdem mit Microsofts Photosynth zusammen.

Mit 95 g Gewicht und Maßen von 42 x 129 x 22,8 mm ist die Theta kompakt genug, um sie immer dabei zu haben. Dafür ist sie allerdings auch ein sehr spezielles Gerät und alles andere als eine Allzweckkamera.

Beim Preis hört der Spaß leider ein wenig auf: 399 Euro sind vielleicht für die Technik angemessen, aber trotzdem nicht gerade wenig.

Ab dem heutigen 17. September 2013 soll man die Ricoh Theta hier vorbestellen können. Ausgeliefert wird sie dann im Oktober.

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