31.10.08

Recon Scout: Ferngesteuerter Roboterspion

Recon Scout: Mit Antennen für Fernsteuerung und Kamerabild

Das Unternehmen Recon Robotics hat einen Roboter mit dem Namen Recon Scout entwickelt. Die Mission: lautlos gefährliche Bereiche überwachen. Zum Beispiel im Militär oder Polizeieinsatz.

Mit der festgesteuerten Drohne möchte man für mehr Sicherheit in brenzligen Situationen sorgen. Zum Beispiel bei Geiselnahmen oder Situationen, wo eine Aufklärung in unübersichtlichem Gelände für die Einsatzkräfte lebensgefährlich werden könnte. Zu den besonderen Merkmalen gehört, dass der Roboter durch seine Konstruktion nicht umfallen kann und leise ist er auch.

 

Der kleine Erkundungsroboter hat einige erstaunliche Merkmale. Er wiegt lediglich 500 Gramm und ist durch seine besondere Konstruktion sehr wendig. Im wesentlichen besteht der Roboter aus einer Achse mit zwei breiten Rädern. An der Achse sind die Antennen und eine Kamera angebracht. Damit er weiß, wo oben ist, schleift er eine kleine Rute hinter sich her. Diese lässt den Roboter immer wissen, wo sich der Boden grade befindet.

Die Ingenieure bei Recon Robotics haben auch besonders darauf geachtet, dass der Roboter stabil und geräuscharm ist. Man kann ihn problemlos selbst aus einer Höhe von über 9 Metern fallen lassen. Er eignet sich also hervorragend dazu, um über hohe Mauern oder aus tieffliegenden Hubschraubern geworfen zu werden. Im laufenden Betrieb erzeugt er nicht mehr als 20 dBA.

Das Titangehäuse kann man auf eine Geschwindigkeit von 0,3 Metern pro Sekunde beschleunigen. Gesteuert wird das Objekt über eine Fernbedienung - die Reichweite beträgt im Außenraum rund 90 Metern, um Innenraum 30 Meter. Es werden nicht nur die Steuersignale übertragen, sondern in Echtzeit auch das Videobild der integrierten Kamera, die bei Bedarf im Nachtsichtmodus arbeitet.

Die Qualität allerdings hat auch seinen Preis. Ein einziger Roboter soll zwischen 6000 und 9000 Dollar kosten. Dabei richtet man sich vor allem an den professionellen Einsatz bei Militär oder der Polizei. Wie viele schon verkauft wurden, darüber schweigt man sich aus. An die 250 Stück aber sollen weltweit im Einsatz sein. Einige als Demonstrations-, andere als Testobjekte, zum Teil auch in Kriegsgebieten.

[via Popular Mechanics ]

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