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13.09.12

Selbstbau-Supercomputer aus 64 Raspberry Pi plus Lego

Prof. Cox mit Sohn und dem "Super-Raspberry-Pi". (Foto: University of Southampton)

Prof. Simon Cox von der University of Southampton hat mit einem Team aus Ingenieuren und seinem Sohn James (6) einen Supercomputer gebaut.

Aus 64 "Raspberry Pi"-Minicomputern und Lego. Die Baupläne haben sie für alle Interessierten veröffentlicht.

 

Der Raspberry Pi ist eine erstaunlich preisgünstige Grundlage für alle Ideen und Experimente rund ums Thema Computer. Hier hatte Gastautor Steffen Voß ihn vorgestellt. Selbst wenn man sich einen Schwung Zubehör für den leichteren Einstieg gönnt, gibt man keine 100 Euro dafür aus. Aber so mancher fragt sich: Was genau kann ich denn damit jetzt anstellen? Einfache Antwort: natürlich einen Supercomputer bauen.

"Sobald wir genug Raspberry Pi zusammen hatten, wollten wir schauen, ob wir sie zu einem Supercomputer verbinden können", erklärt Prof. Simon Cox von der University of Southampton in dieser Pressemitteilung. Alle dafür notwendige Software wurde direkt auf den Raspberry Pis installiert und eingerichtet. 64 der Minicomputern arbeiten nun zusammen. Das Gehäuse wurde aus Lego gebaut, was sich bekanntlich schon für die beiden Studenten Larry Page und Sergej Brin bewährt hatte, als sie an einem Projekt namens "Google" gearbeitet haben.

James, der sechsjährige Sohn des Professors, half beim Lego-Gehäuse mit, aber auch beim Testen des Supercomputers. Mit den freien Programmiersprachen Python und Scratch startete er seine Experimente. Sein Informatik-Lehrer wird es später einmal nicht einfach haben...

Die Raspberry Pis sind per Ethernet miteinander verbunden und haben jeweils 16 GB Festspeicher auf einer SD-Card zur Verfügung, was sich bei 64 Einheiten auf 1 TB summiert. Ohne die Switche kostet das System umgerechnet gut 3.100 Euro.

Die Frage nach dem Sinn des Projekts darf man nicht zu ernsthaft stellen. Es fällt schon auf, dass in der Pressemitteilung keine Angaben zu den tatsächlichen Leistungen des Super-Raspberry-Pi zu finden sind. Es wird sicher niemand ernsthaft behaupten, dass es eine praktikable und sinnvolle Lösung ist. Vielmehr geht es um das Experimentieren an sich und genau dafür ist der Raspberry Pi schließlich gedacht. Die Studenten von Prof. Cox können an diesem praktischen Beispiel selbst erleben, wie sich ein solcher Rechnerverbund aufbauen und betreiben lässt.

Und natürlich ist es auch eine schöne Marketing-Aktion der Universität, wo doch das Thema Raspberry Pi derzeit so gefragt ist. Entsprechend haben sie ihren Selbstbau-Supercomputer "Iridis Pi" genannt – angelehnt an den "Iridis"-Supercomputer der Hochschule.

Wer den Super-Raspberry-Pi nachbauen will, findet hier die Anleitung dazu.

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