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02.02.15

Raspberry Pi 2: Mini-Computer zum Winzigpreis und mit Windows 10-Unterstützung

Bezogen aufs Layout hat sich nichts geändert. (Foto: Raspberry Pi Foundation)

Hobbybastler und Tüftler dürften in der Vergangenheit schon häufiger in den Kontakt mit dem überaus flexiblen Raspberry Pi gekommen sein. Auf einer winzigen Platine für in der Regel 35 US-Dollar bzw. Euro findet man einen komplett einsatzbereiten Computer vor, der für allerlei Zwecke geeignet ist. Noch eine Ecke spannender wird der ab sofort erhältliche Nachfolger.

Bezogen aufs Layout hat sich nichts geändert. (Foto: Raspberry Pi Foundation) Bezogen aufs Layout hat sich nichts geändert. (Foto: Raspberry Pi Foundation)

Recht überraschend veröffentlichte die zuständige Raspbertry Pi Foundation ein Update des flexiblen und überaus beliebten Computers. Der Raspberry Pi 2 erhält einen mit 900 MHz getakteten Quadcore-Prozessor, dem 1GB RAM zur Seite gestellt wird. Hinzu kommen vier USB-Ports und im Grunde alle Schnittstellen, die auch schon der Vorgänger besaß. Denn das neue Modell ist vollständig kompatibel, bietet allerdings eine deutlich höhere Performance.

 

Besser und voll kompatibel

Zum Vergleich: Die vorherige Fassung setzte auf einen 700 MHz schnellen Singlecore-Prozessor mit 512MB RAM – und war mit diesem in der Lage, durchaus komplexe Maschinen zu steuern oder zumindest zahllose Spielkonsolen früherer Tage zu emulieren. Jetzt ist von einem bis zu sechs Mal höheren Arbeitstempo die Rede - reizvoll!

vimeo.com/118348505

Geblieben ist beim Neuen der microSD-Kartenslot, auf dem das Betriebssystem und die Software installiert ist. Hinzu gesellen sich – wie gewohnt – ein HDMI-Ausgang und ein Ethernet-Port (100MBit). Die Raspberry Pi Foundation verspricht eine vollständige Kompatibilität, was den Umstieg für aktive Nutzer sehr einfach machen dürfte.

Mit Windows

Ursprünglich war anvisiert, einen neuen Raspberry Pi erst 2017 zu veröffentlichen, doch die Verantwortlichen entschieden sich wohl um. Wieso? Das ist aktuell unklar. Aber gerade diejenigen, die wenig Erfahrungen mit einem regulären Linux-Betriebssystem (Ubuntu oder Debian) besitzen und sich gerade deswegen von dem überaus vielseitigen Raspberry Pi abgeschreckt fühlten, dürfen sich freuen: Microsoft wird eine spezielle Windows 10-Version für den Mini-PC zur Verfügung stellen. Für Entwickler und Raspberry Pi-Nutzer soll Windows 10 sogar kostenlos zur Verfügung stehen, das verspricht Microsoft im firmeneigenen Blog.

Was das alles konkret bedeutet? Der ab sofort erhältliche Raspberry Pi 2 dürfte, sobald Windows 10 verfügbar ist, zu den günstigsten Windows-Computern überhaupt gehören. Und das könnte auch für weniger versierte Menschen von Interesse sein, zumal es mittlerweile sehr viele Ideen für die Hardware gibt – von Spielzeugrobotern bis hin zu Heimautomatisierungs-Konzepten. Als Experimentierbaukasten für Schüler, Studenten, Familien - zahllose Einsatzgebiete sind vorstellbar.

Weitere Details gibt’s direkt auf der offiziellen Webseite. Die Vorgängermodelle möchte die Raspberry Pi Foundation weiterhin anbieten und dezent im Preis senken. Für Einsteiger könnte das ein noch billigerer Einstieg in die Welt der Beere sein.

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