24.06.13

Rapiro: Programmierbarer Mini-Roboter im Japan-Style

Rapiro macht sich mit einem Staubwedel nützlich.

Niedlich, cool, preiswert, anpassbar und programmierbar soll das Roboterkit "Rapiro" sein und setzt dafür auf den Minimal-Computer Raspberry Pi im Innern. Dahinter steckt ein Japanischer Gadgetspezialist, der bislang vor allem mit deutlich absurderen Produkten auf sich aufmerksam gemacht hat.

Rapiro macht sich mit einem Staubwedel nützlich.

Shota Ishiwatari ist der Kopf hinter einigen besonders verrückt-interessanten Gadgetideen aus Japan. Dazu gehört der Shippo, ein Schwanz für Menschen, der je nach emotionaler Lage des Nutzers automatisch wedelt. Oder die ebenfalls "gedankengesteuerten" Katzenohren Neurowear Necomimi.

Sein Roboterkit Rapiro wirkt dagegen richtig bodenständig. Und tatsächlich kann man mit dem kleinen Kerlchen ein Menge anfangen. Das folgende Video stellt ihn vor.

Wie man sieht, kann sich der Rapiro bewegen und Gegenstände greifen. Was er tut und was er kann, hängt dabei ganz vom Besitzer ab. Der integriert in den Bausatz noch einen Raspberry Pi als Gehirn und bei Bedarf ein Kameramodul. Zudem kann man einen Entfernungsmesser installieren, damit der kleine Roboter sieht, wenn er sich auf einen Abgrund oder ein Hindernis zubewegt. Und auch für Lautsprecher ist ein Platz vorgesehen.

Den Rapiro muss man wie erwähnt selbst zusammensetzen, aber das soll "jeder" können, verspricht Shota Ishiwatari auf der Kickstarter-Seite des Projekts und man benötige dazu auch nicht mehr als einen Schraubenzieher. Wer aber noch mehr mit dem Rapiro anstellen will, kann das auch. Die Baupläne sollen offengelegt werden, so dass fortgeschrittene Hacker und Bastler Shota Ishiwataris Roboter selbst weiterentwickeln und verbessern könnten.

Mitgeliefert werden neben dem Kunstoffkörper des Roboters und aller notwendigen Kabel außerdem die zwölf Servomotoren für die Bewegung, ein LED-Board für die beleuchtbaren Augen und das voll programmierbare, Arduino-kompatible Servo-Controlboard.

Was Rapiro kann, hängt ganz vom Besitzer ab

Shota Ishiwatari liefert gleich noch einige Ideen mit, was man mit dem Rapiro anstellen könnte:

  • Ergänzt man Wi-Fi oder Bluetooth, ließe sich der Roboter von einem Smartphone aus fernsteuern.
  • Ein Wi-Fi-Rapiro könnte seine Besitzer über neue Nachrichten im Social Web aufmerksam machen, die nächsten Termine aus dem Google Kalender oder den aktuellen Wetterbericht verkünden.
  • Kombiniert mit dem Raspberry-Pi-Kameramodul ließe er sich als Überwachungsroboter im eigenen Heim einsetzen.
  • Installiert man ein USB-Mikrofon, könnte er auf Stimmen reagieren.

Alles in allem sei Rapiro sowohl für Einsteiger als auch Experten gedacht und solle Raspberry Pi und Robotik zusammenbringen – daher übrigens auch der Name: Raspberry Pi Robot = Rapiro.

Preis und Verfügbarkeit

Das Mindestziel von 20.000 Britischen Pfund hat das Projekt auf Kickstarter in Windeseile erreicht. Über 150 Unterstützer sind schon dabei und es bleiben noch fast zwei Monate Zeit.

Für umgerechnet rund 290 Euro soll man sein Rapiro-Kit inklusive Versandkosten als Belohnung bekommen. Als Auslieferungsdatum ist der Dezember 2013 anvisiert. Dieses Kit enthält dann nicht den Raspberry Pi oder Elemente wie das Kameramodul.

Alle Informationen hier auf der Kickstarter-Projektseite.

Quellen: Gizmag, TechCrunch

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