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14.05.14

Smartes Feuerzeug Quitbit: Wenn schon mit schlechtem Gewissen rauchen, dann bitte wenigstens mit Stil

Könnte kontraproduktiv sein: ein so schönes Feuerzeug verleitet eher zum Rauchen als zum Aufhören. Alle Bilder: Quitbit

Ihr wollt aufhören zu rauchen? Das ist großartig - aber vermutlich nicht so einfach. Dabei helfen soll euch das smarte Feuerzeug Quitbit, das die Zahl der täglich gerauchten Zigaretten mitzählt und auf Wunsch nur einmal pro Stunde Feuer spuckt. Aber wird sich damit jemand wirklich das Rauchen abgewöhnen, oder ist eher das Gegenteil der Fall?

 

Die Fitnesswelle ist längst über uns hereingebrochen. Da kann es nicht mehr angehen, dass ihr noch raucht! So, und nun da wir euch ein schlechtes Gewissen eingeredet haben, wollen wir euch natürlich dabei helfen, mit diesem Laster zu brechen. Was kann da besser helfen als ein pfiffiges Gadget?

Und so stellt ein Bostoner Startup das schlaue Feuerzeug Quitbit vor. Das misst, wie oft ihr euch am Tag einen Glimmstängel anzündet und zeigt euch an, wie lange eure letzte Zigarette her ist. Das Startup will nach eigenen Angaben ein Bewusstsein dafür schaffen, wie viel ihr raucht. Damit ihr dann euren Zigarettenkonsum nach und nach reduziert.

 

Doch auch ohne das erzieherische Element steckt hinter Quitbit interessante Technik: Das Feuerzeug ist eigentlich ein umfunktionierter Reserveakku mit einem Glühelement, ähnlich dem Zigarettenanzünder im Auto. Quitbit kommt also ganz ohne Gas oder Benzin aus, der Akku soll eine Woche durchhalten. Clever wäre gewesen, Quitbit gleich noch mit einem Extra-Anschluss auszurüsten, um Smartphones unterwegs aufzuladen. Aber den Gedanken hatten die Hersteller offenbar nicht. Dafür viele andere, wie das offizielle Kampagnenvideo zeigt:

Quitbit verbindet sich via Bluetooth 4.0 mit einem Smartphone (iPhone oder Android 4.3/4.4). Natürlich gibt es eine App dazu mit hübschen Diagrammen und Statistiken, an denen ihr etwa ablesen könnt, wie viele Zigaretten ihr heute im Vergleich zu gestern hattet. Mit Hilfe der App könnt ihr außerdem etwa festlegen, in welchem Zeitintervall Quitbit Feuer spucken darf. Wollt ihr etwa nur noch alle zwei Stunden eine rauchen statt vorher jede Stunde, dann könnt ihr Quitbit so einstellen, dass das Feuerzeug erst nach Ablauf des Countdowns wieder funktioniert.

Für einen Moralapostel viel zu schön

Auch mit E-Zigaretten soll Quitbit zusammen funktionieren. Hier gibt es ja bereits Modelle wie Smokio oder den etwas absurd anmutenden Supersmoker mit integrierter Telefonfunktion.

Kostenpunkt für Quitbit: Inklusive Versand nach Europa auf Kickstarter regulär umgerechnet 72 Euro, in den Early-Bird-Angeboten 58 oder 65 Euro. Mit dem Versand soll es im Dezember losgehen. Nicht gerade billig für ein Feuerzeug, und auch wenn die Technik interessant ist: Ob man sich damit wirklich das Rauchen abgewöhnt, scheint zweifelhaft. Eher könnte man sogar versucht sein, dank des eleganten Gadgets mehr Ausreden zu finden um zu rauchen. Und selbst wenn man sich über den Timer selbst kasteien will: Es gäbe da ja noch andere Feuerzeuge auf dem freien Markt, mit dem man Quitbits Zähler umgehen kann. Aber dann würde das mit Quitbit doch eher mehr Spaß machen.

Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Quitbit-Website und auf Kickstarter, wo die Crowdfunding-Aktion noch bis zum 11. Juni läuft.

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