24.09.14

Quirky Nimbus: Das Instrumentenboard für Informationshungrige

Quirky Nimbus (Bild: Quirky)

Der Quirky Nimbus sieht aus wie ein Instrumentenboard im Auto, ist aber keines. Stattdessen ist es ein smarter Wecker, der uns neben der Uhrzeit auch auf einen Blick das Wetter, die Anzahl der ungelesenen Mails oder neue Social-Media-Aktivitäten verrät. Das mag interessant klingen, doch das Konzept hat in der Praxis ein paar eklatante Mängel aufzuweisen.

 

Der moderne Mensch von heute geht nach dem Aufstehen nicht gleich ins Bad, sondern greift vielfach zuerst zu seinem Smartphone. Bevor er die Zahnpasta aus der Tube gedrückt hat, kennt er die Schlagzeilen, weiß, wie die Aktienkurse stehen und was seine Freunde auf Facebook gepostet haben. Unser Informationsbedarf ist also schon zu frühen Morgenstunden extrem hoch. Wie wäre es, wenn man schon vor dem Griff zum Handy über einiges davon Bescheid wüsste? Mit Quirky Nimbus soll das möglich sein.

Auf den ersten und zweiten Blick sieht der Quirky Nimbus aus wie ein Instrumentenboard. Kein Wunder: Die vier Displays besitzen Nadeln, wie man sie zum Beispiel aus dem Auto kennt. Wie von einem Wecker zu erwarten, wird auf einem davon die aktuelle Uhrzeit angezeigt. Aber außerdem kann man sich Temperatur, Stauprognosen, Anzahl der Facebook-Likes oder auch das Mail-Aufkommen anzeigen lassen.

Mit der Wink-App verbindet man sich mit dem Quirkie Nimbus und konfiguriert den vermeintlich intelligenten Wecker. Auch zum Abrufen der Daten wird das Smartphone benötigt: Ein iPhone 4 mit iOS 6 oder ein Gerät mit Android 2.2 sind die Mindestvoraussetzungen.

Funktionsweise: mangelhaft

Auch wenn der Quirky Nimbus als „smart clock“ verkauft wird, so scheint der Wecker doch ziemlich dumm zu sein. Laut mancher Test-Artikel und einiger Nutzer-Kommentare gibt es diverse Features, die noch überarbeitet werden müssen. Zum Beispiel die Anzeige der neuen Mails: Diese funktioniert nur zusammen mit GMail, nicht mit anderen Anbietern. Das gleiche Spiel bei Kalender-Einträgen: Auch hier wird nur Googles Dienst unterstützt, nicht Outlook, Thunderbird & Co. Zudem scheint es Probleme bei der Verbindung mit Facebook und Twitter zu geben.

Sogar für grundlegende Funktionen, wie zum Beispiel dem Alarm-Sound, gibt es von Käufern viel Kritik. Unterm Strich bekam der Quirky Nimbus aufgrund seiner verschiedenen Mängel im offiziellen Web-Shop eine durchschnittliche Wertung von 2,5 von 5 Sternen, was der Einstufung „poor“ entspricht. Eine Empfehlung sieht anders aus. Ich persönlich finde das schade, denn das Instrumentenboard-Design sowie die grundsätzliche Idee eines frei konfigurierbaren Weckers gefallen mir gut.

Wer sich trotz der Kritik einen Quirky Nimbus kaufen will, der kann ihn sich auf der Nimbus-Webseite für 99 Euro bestellen.

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