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12.05.14

Quirky Aros: Nach dem schlauen Thermostat kommt jetzt die schlaue Klimaanlage

Klimaanlagen gehören zu den größten Stromfressern in Metropolen wie New York. Ein früherer Referent des US-Energieministeriums wollte das nicht mehr länger hinnehmen und ließ Aros entwickeln, eine lernfähige Klimaanlage in moderner Optik. Vorbild ist das lernfähige Thermostat Nest. Doch ein paar Schwächen hat das Gerät.

Schlaue Klimaanlage Quirky Aros

Im deutschsprachigen Raum gibt es selten mal einen jener „Jahrhundertsommer“, in dem das Thermometer wochenlang die 30-Grad-Marke übersteigt. In der Stadt New York und in südlichen Metropolen weltweit allerdings ist das gang und gäbe. Um die Hitze zu überstehen, lassen die Menschen dann ihre Klimaanlagen Tag und Nacht laufen und sorgen damit für einen astronomischen Stromverbrauch, der nicht selten ganze Stromnetze lahm legt.

Also höchste Zeit, Energie zu sparen, dachte sich Garthen Leslie, der im Energieministerium der Vereinigten Staaten saß und laut eigenem Bekunden auf die Idee zu einer schlaueren Klimaanlage kam, nachdem seine eigene den Geist aufgegeben hatte. Nach fast 3.000 Vorschlägen der befragten Community kam Anfang des Monats die smarte Klimaanlage Quirky Aros auf den Markt. Die regelt das Klima automatisch nach den Vorlieben des Bewohners und schaltet sich selbst ab, wenn sie nicht benötigt wird.

Ähnlich wie das Thermostat Nest, das mittlerweile von Google gekauft wurde, will Aros Energie sparen. Das Gerät stellt die Inneneinheit einer Klimaanlage dar, verfügt über moderne Bedienelemente und lässt sich natürlich mit dem Smartphone steuern. Die dazu passende App namens Wink teilt dem Nutzer auch gleich mit, wie viel Geld er dadurch spart. Das Video erklärt die Funktionen:

vimeo.com/89366481

Was die Quirky Aros hauptsächlich tut: Sie schaltet sich ab, wenn kein Bewohner zu Hause ist. Dank GPS weiß sie aber zugleich, wenn er wieder nach Hause kommt und schaltet sich entsprechend früher ein, damit die Wohnung beim Eintreffen schön kühl ist. Allein schon dadurch spart Aros Energie. Mit der App lässt sich die Anlage darüber hinaus von unterwegs steuern. Weil Aros letztlich mitdenken soll, weiß sie nach einer gewissen Zeit selbst, welche Temperatur sie wann einstellen soll. Natürlich lässt sich dieser Algorithmus wiederum auf Wunsch von Hand umgehen.

Die Ähnlichkeit des Konzepts zum Thermostat Nest ist frappierend. Nest regelt das angeschlossene Heizungssystem in einer Wohnung, kann allerdings auch Klimaanlagen steuern. Nur sind träge, alte Modelle hier nicht immer so fein einzustellen. Die Aros kann also im Prinzip mit Nest zusammen arbeiten - oder sie kann als Alternative für Mieter dienen, die die Raumtemperatur nicht über ein Thermostat steuern können.

Der Hersteller Quirky hat sich für die Aros mit dem großen Elektronikkonzern General Electric zusammengetan. Aros gibt es seit einigen Tagen für US-Kunden bei Amazon USA für umgerechnet 217 Euro zu kaufen. Das ist nicht wirklich teuer. Erste Rezensenten allerdings bemängeln die hohe Lautstärke des Geräts, die sehr hellen und trotzdem verschwommen wirkenden LED-Anzeigen sowie die instabilen Klappen, die nicht bündig mit der Wand abschlössen. Chic sei sie ja schon, schreibt ein Rezensent aus New York. Aber bis zur wirklich smarten Klimaanlage sei es dann doch noch ein weiter Weg.

Mehr Informationen gibt es dazu auf der Website der Quirky Aros.

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