19.03.14

QiPower: "Unsichtbares" Ladegerät aus Stuttgart

Die QiPower-Ladestation ist hier unsichtbar in die Tischplatte integriert.

Wer nach einer eleganten Lösung für das Aufladen seiner Gadgets sucht, sollte sich einmal das Indiegogo-Projekt QiPower aus Stuttgart ansehen. Seine Basiseinheit für drahtlosen Strom lässt sich unsichtbar in eine Tischplatte integrieren. Und für Geräte, die nicht mit Drahtlosstandard Qi klarkommen, gibt es passende Adapter.

 

Im August hatte ich euch einen Marktüberblick zu drahtlosem Strom für Smartphones, Tablets und andere Gadgets gegeben. Die Idee dahinter ist naheliegend: Man legt sein Gadget einfach ab, wo man es sowieso ablegt und ohne weiteres Zutun wird dessen Akku wieder aufgeladen. Die Technik dafür ist längst vorhanden, aber bislang kann sich die Industrie nicht auf einen Standard einigen. Einer davon ist Qi, das sich bereits in diversen Smartphones findet.

Allerdings wird die Idee des drahtlosen Stroms bislang untergraben, wenn man dazu eine passende Ladestation auf dem Tisch platzieren muss, die natürlich dann doch wieder per Kabel mit Strom versorgt wird. Deshalb gibt es einige Produkte wie beispielsweise Tischlampen oder auch Möbel mit integrierter Ladebasis, damit man die sichtbaren Kabel loswird.

Da das alles aber bislang oftmals teuer ist oder schwer zu bekommen, bietet sich eine Alternative an: Selbermachen. Und für solche Leute ist QiPower aus Stuttgart gedacht. Hier bekommt man eine kreisförmige Ladebasis für den Qi-Standard, die sich mit ein wenig handwerklichem Geschick so integrieren lässt, das man sie nicht sieht. Beispielsweise kann man sie von unten in eine Schreibtischplatte einlassen. Sollte die allerdings zu dünn sein, kann man sie stattdessen von oben in eine passende Bohrung einhängen. Dann ist sie zwar nicht mehr unsichtbar, aber auf jeden Fall elegant und nahtlos integriert.

Wessen Smartphone oder Musicplayer nicht von Haus aus mit Qi klarkommt, kann sich einen passenden Dongle ("Receiver") dazukaufen. Der funktioniert dank Standardisierung dann nicht nur mit QiPower, sondern mit allen anderen entsprechenden Geräten. Diese Receiver gibt es mit passenden Anschlüssen für Apples Lightning-Anschluss und den älteren 30-Pin-Dock-Connector sowie mit Micro-USB.

Hier stellen die Macher ihr Projekt vor:

www.youtube.com/watch

Preise und Verfügbarkeit

Die Kosten sind überschaubar: Die Ladebasis namens QiPower TX bekommt man aktuell noch für umgerechnet rund 54 Euro inklusive Versand und Steuern – das ist ein begrenzt erhältlicher "Early Bird"-Sonderpreis. Das Empfänger-Dongle QiPower RX gibt es für umgerechnet knapp 45 Euro. Ab Juli 2014 sollen die Geräte ausgeliefert werden. Die Indiegogo-Kampagne läuft noch bis zum 23. April und die Macher bekommen das Geld nur, falls die Mindestsumme von 170.000 US-Dollar bis dahin erreicht wird.

Viele weitere Informationen, auch zu kompatiblen Geräten, findet ihr auf der Indiegogo-Projektseite.

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