30.10.13

Push: Fitnesstracker für den Kraftsport

Push: Fitnessarmband misst Bewegungen beim Kraftsport. Alle Bilder: Push.

Fitness-Gadgets wie Nike Fuelband oder Fitbit Ultra messen vor allem die Laufbewegung. Aber was ist mit Kraft und Leistung? Hier wollen die Entwickler von Push ansetzen, mit einem Armband für das Fitnessstudio.

 

Laufen ist die einzige Sportart, die zählt, richtig? Nein, natürlich nicht. Aber wirft man einen Blick auf den aktuellen Markt für Fitnessgadgets, der in den vergangenen zwei Jahren enorm gewachsen ist, dann erhält man diesen Eindruck. Egal ob Withings, Fitbit, Fuelband, Jawbone oder Runtastic: gemessen werden Schritte oder die Strecke. Im Kraftraum sind solche Armbänder nutzlos.

Hier will Push ansetzen, ein Fitnessgadget, das auch Kraft und Energie misst. Sprich: Wenn ihr euch in der Muckibude austobt, dann gibt es jetzt einen Tracker, der auch hier jede Bewegung misst und euch berät. Eine clevere Ergänzung zu bisherigen Fitness-Gadgets, für die ein Team kanadischer Entwickler gerade auf Indiegogo nach Förderern sucht.

Persönlicher Fitnesstrainer

Erst bei einem Leistungstest fand Rami Alhamad heraus, dass er wochenlang falsch trainiert hatte: Zu viel Gewicht der Hanteln, zu viele Züge, die er damit tätigte. Alhamad forschte, wie es möglich wäre, eine Art persönlichen Fitnesstrainer in Gadgetform zu entwickeln. Einige Monate später entwarf er selbst das gewünschte Armband, nannte es "Push", baute ein Team von Technikern und Produktmanagern auf und wurde deren CEO.

Auf Indiegogo wirbt Alhamad seit Anfang Oktober um Spenden für Push. Das Ziel der gewünschten 80.000 kanadischen Dollar ist längst erreicht, doch die Aktion geht noch bis zum 19. November weiter. Push kann, wie die meisten Fitnessarmbänder, die Geschwindigkeit des Trägers messen, doch das ist nur eine Randfunktion. Denn Push ist vor allem für den Kraftsport ausgelegt. Das Armband misst Stärke, Leistung, Balance, Geschwindigkeit, Explosivkraft, Gewicht und Takt. So findet Push zum Beispiel heraus, wenn der Sportler schon nach dem fünften Zug müde wird, seine Bewegungen länger dauern - und er das Gewicht reduzieren sollte. Eine App für Android oder iOS zeigt die Bewegungen nach der Trainingseinheit anhand von Grafiken und Statistiken an.

Tracker für alle Sportarten werden kommen

Der Push verfügt über einen Richtungs- und einen Bewegungssensor. Ein Akku ist darin, der für sechs bis acht Stunden durchhält, eine LED zeigt den Ladestand an, ein Einschaltknopf wird bei Beginn der Trainingseinheit gedrückt. Die Daten werden über Bluetooth 2.1 an ein beliebiges iPhone- oder Android-Smartphone geschickt. Das Armband lässt sich vom Tracker lösen und in der Maschine waschen.

Die Entwicklung von Push deutet bereits an, wohin der Weg für Fitness-Gadgets führen wird: zu einem Tracker, der jegliche Sportarten beherrscht. Nicht nur Laufbewegungen oder - dank Push - Kraftsport, sondern auch Sportarten, deren Bewegungen schwerer zu messen sind. Das könnte Schwimmen ebenso sein wie Fußball, Tennis oder - nun ja - Zumba oder Pilates.

Push soll im April bis Mai kommenden Jahres marktreif sein und verschifft werden. Die Frühbucherangebote sind bereits vergriffen, regular soll der Push umgerechnet rund 103 Euro kosten, für den Versand nach Übersee verlangt Push noch einmal 17,30 Euro.

Mehr dazu auf Pushs Kampagnen-Seite auf Indiegogo.

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