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23.05.14

Protonet Maya: Deine eigene Cloud für Zuhause

Protonet Maya: Orange Box für Zuhause. Alle Bilder: Protonet

Das Hamburger Startup Protonet hat nach zwei Servern für kleine und mittelständische Unternehmen nun einen Server für jedermann vorgestellt. Protonet Maya kommt in einer orangen Box daher und will neben Speichermöglichkeiten auch eine ansprechende Software-Oberfläche bieten, Verschlüsselung inklusive.

 

Die eigenen Daten in der Cloud, so dass man immer und von überall auf der Welt darauf zugreifen kann - einst ein Traum, heute in Zeiten der Überwachung zunehmend kritisch gesehen. Ideal wäre die eigene Cloud, also ein Speichersystem (NAS) fürs Zuhause und eine ansprechende Software dafür, wie OwnCloud.

Protonet aus Hamburg will das alles mit bestechender Eleganz versehen. Die Norddeutschen bieten Server für Zuhause an, die mit der passenden Software überall Zugriff ermöglichen. Nach den beiden Lösungen für kleine Unternehmen, Carla und Carlita mit Preisen zwischen 3.000 und 5.300 Euro, bietet Protonet nun Maya an, den Server für Privatpersonen oder Freiberufler. Zum Billigheimer werden die Hamburger aber auch damit nicht.

Maya kommt - wie auch ihre Schwestern - in hübscher Optik daher. Innen ist eine einfache Serverstruktur mit Intels stromsparendem Prozessor Celeron und SSD-Speichern installiert. 8 GB sind standardmäßig drin. Die einfachste Version Maya I bringt 256 GB Speicher auf der SSD mit und soll dafür 1.199 Euro kosten. Maya II mit 512 GB SSD kostet 1.499 Euro und Maya III mit 1 TB SSD 1.899 Euro.

Europäischer Crowdfunding-Rekord

Auf der Software-Seite erhalten die Nutzer einfachen Support. Bis zu 15 Nutzer gleichzeitig können auf Maya zugreifen und je nach Konfiguration an 30 bis 70 Projekten gleichzeitig arbeiten. Im Vergleich zu Carla und Carlita unterstützt Maya kein RAID und auch die Hardware lässt sich hier nicht aufrüsten.

Um Maya zu produzieren, soll Protonet erneut eine Crowdfunding-Kampagne auf Seedmatch helfen. Stolze 1,5 Millionen Euro will man damit einnehmen. Protonet rühmt sich noch damit, im Rahmen der ersten Servergeneration im Jahr 2012 bei einem Crowdfunding binnen 48 Minuten beeindruckende 200.000 Euro eingesammelt und damit einen europäischen Rekord aufgestellt zu haben. Können die Hamburger dieses Kunststück wiederholen? Los gehen soll es mit der Kampagne auf Seedmatch am 4. Juni. Die ersten Mayas sollen im Herbst ihre neuen Besitzer erreichen.

Uns treibt derweil außerdem noch die Frage um: Warum gehören Server für Zuhause und die Farbe Orange scheinbar unweigerlich zusammen? Erst vor wenigen Tagen hatten wir Canonicals orangen Server zum Mitnehmen vorgestellt, die Ubuntu Orange Box. Die sieht Protonets Produkten zumindest farblich sehr ähnlich.

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