25.08.14

Progresso Coffee: Die mobile Kaffeemaschine fürs Auto, den Truck oder das Boot

Progresso (Bild: Progresso Coffee)

Wer viel im Auto unterwegs ist, der sehnt sich mal nach einen frisch gebrühten Kaffee. Ein holländischer Designer hat dafür eine Lösung: eine speziell konstruierte, mobile Pad-Kaffeemaschine namens Progresso Coffee. Die Idee ist nicht neu. Und wirkt leider auch nicht gerade anwenderfreundlich.

 

Kaffee scheint ein Big Business zu sein. Ketten wie Starbucks oder McCafé sprießen an allen Ecken aus dem Boden, George Clooney macht im Fernsehen Werbung für Kapsel-Maschinen und selbst Aldi hat mittlerweile ein eigenes System in den Regalen. Ein Boom, an dem viele mitverdienen wollen. Und einer, der kreative Köpfe zu neuen Ideen anregt. Wie zum Beispiel den Niederländer Alexander Hoogerwerf.

Hoogerwerf hat im Rahmen des "James Dyson Award" eine tragbare Kaffeemaschine namens Progresso Coffee eingereicht. Progresso – das klingt nach einer Mischung aus Progress, also Fortschritt, und Nespresso, der Kaffeesystem-Marke von Nestlé.

 

Konkurrenzkampf unter Erfindern

Ein Fortschritt im Sinne einer Innovation ist Progresso nicht. Denn die Idee, eine Kaffeemaschine in ein mobiles Gerät zu verwandeln, das man beispielsweise im Auto nutzen kann, ist nicht neu. Wir haben hier bei neuerdings.com bereits mojoe, Hey Joe Coffee Mug und Cafflano vorgestellt. Drei Produkte, die mehr oder weniger das Gleiche bieten. Und Progresso gesellt sich hinzu.

Die große Frage ist: Worin unterscheidet sich Progresso von den anderen Produkten? Eine schwierige Frage, da keines der Geräte uns als Testmuster vorlag. Aber anhand der Produktbeschreibungen kann eine kleine Analyse vorgenommen werden.

Der größte Unterschied ist: Progresso besteht aus mehreren Elementen. Der Kaffee wird nicht wie beispielsweise bei Hey Joe in der Tasse zubereitet, sondern in einer extra Einheit – der Basis, die sich als solider Standfuß im Getränkehalter des Autos einschmiegt. Hier wird das Wasser erhitzt und mit Hochdruck in einen Arm gepumpt, an dessen Ende man ein Kaffee-Pad einlegt. Das heiße Gebräu läuft dann in die speziell geformte Tasse.

Um Progresso nutzen zu können, muss die Erfindung mit einem Kabel an eine 12-Volt-Steckdose, wie man sie in jedem Auto oder Truck vorfindet, angeschlossen werden. Das ist beispielsweise bei moejoe besser gelöst – denn dieser Kaffeebecher verfügt über einen integrierten Akku.

Fazit: Na ja...

Zusammenfassend muss ich sagen, dass mich das Konzept von Progresso nicht so recht überzeugt. Denn hierbei handelt es sich quasi um eine geschrumpfte Pad-Maschine. Diese besteht nicht aus einer handlichen Tasse, sondern aus mehreren externen Komponenten. Das klingt umständlich. Und da man einen Stromanschluß benötigt, ist die Mobilität stark eingeschränkt. Da gefallen mir die Konkurrenten deutlich besser.

Mehr Informationen zu Progresso und den Zukunftsplänen des Start-Ups dahinter erfährt man auf der holländischen Firmenwebseite.

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