Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

11.03.14

Privatsphäre: 3 Smartphones, die deine Daten schützen (wollen)

Smartphones wie das Blackphone versprechen mehr Schutz für die Privatsphäre.

Ein Smartphone benutzen und trotzdem nicht alle seine Daten, Informationen und Aktivitäten preisgeben müssen – das versprechen drei Geräte, die wir euch hier vorstellen.

 

Dass wir in einem erheblichen Maß von staatlichen Stellen ausspioniert werden, ist inzwischen ja wohl jedem klar geworden. Und es wäre wohl sehr naiv anzunehmen, dass sich daran ernsthaft etwas ändert, selbst wenn es anders beteuert wird. Wer also entweder aus Prinzip oder auch aus tatsächlicher Notwendigkeit heraus seine Informationen schützen möchte, kommt nicht um andere Verhaltensweisen herum. Oder in diesem Fall: um andere Geräte. Drei Smartphones sind in den letzten Wochen vorgestellt worden, die ihre Besitzer vor allzu neugierigen Blicken schützen wollen.

Blackphone

www.youtube.com/watch

Über das Blackphone hatten wir schon berichtet , inzwischen haben die Macher im Rahmen des Mobile World Congress weitere Details veröffentlicht. Die Partner Silent Circle und Geeksphone setzen dabei auf ein modifiziertes Android, das sie unter dem Namen PrivateOS vermarkten. Damit sollen die Benutzer vergleichsweise sicher Anrufe tätigen und Videotelefonate führen können, außerdem Textnachrichten verschicken, Dateien austauschen und speichern, im Web surfen und dabei via VPN anonymisiert werden. Zudem gehört zum Blackphone die Möglichkeit, es aus der Ferne löschen zu können, sollte es doch verloren gehen oder gestohlen werden. Für 629 Euro kann man es jetzt vorbestellen. Im Juni 2014 wird ausgeliefert.

Dass Silent Circle nun ausgerechnet eine Firma mit Sitz in den USA ist, wird so manchen sicherlich abschrecken, zumal der Verschlüsselungs-Spezialist seine Technik nicht offenlegt. Immerhin ist PGP-Erfinder Phil Zimmermann mit an Bord, was man dem Unternehmen wieder positiv auslegen könnte. Hardware-Partner Geeksphone aus Spanien kennt man u.a. durch Firefox-OS-Handys.

Boeing Black

<object id="flashObj" style="line-height: 1.5em;" width="464" height="260" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" bgcolor="#FFFFFF"><param name="flashVars" value="videoId=3237878825001&amp;playerID=1143560534001&amp;playerKey=AQ~~,AAAAukPAlqE~,oAVq1qtdRjy50BF2MoxbX8ZeW4dvR47I&amp;domain=embed&amp;dynamicStreaming=true" /><param name="base" value="http://admin.brightcove.com" /><param name="seamlesstabbing" value="false" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="swLiveConnect" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9?isVid=1&amp;isUI=1" /><param name="flashvars" value="videoId=3237878825001&amp;playerID=1143560534001&amp;playerKey=AQ~~,AAAAukPAlqE~,oAVq1qtdRjy50BF2MoxbX8ZeW4dvR47I&amp;domain=embed&amp;dynamicStreaming=true" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="autostart" value="false" /><param name="allowscriptaccess" value="always" ><param name="pluginspage" value="http://www.macromedia.com/shockwave/download/index.cgi?P1_Prod_Version=ShockwaveFlash" /><embed id="flashObj" style="line-height: 1.5em;" width="464" height="260" type="application/x-shockwave-flash" src="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9?isVid=1&amp;isUI=1" flashvars="videoId=3237878825001&amp;playerID=1143560534001&amp;playerKey=AQ~~,AAAAukPAlqE~,oAVq1qtdRjy50BF2MoxbX8ZeW4dvR47I&amp;domain=embed&amp;dynamicStreaming=true&amp;autoStart=false" base="http://admin.brightcove.com" seamlesstabbing="false" allowfullscreen="true" swliveconnect="true" allowscriptaccess="always"></object>

Der nächste Kandidat kommt von Boeing – ja, der Firma mit den Flugzeugen. Seit mindestens zwei Jahren arbeiten sie offensichtlich an ihrem ebenfalls "Black" genannten Smartphone und auch sie setzen auf Android als Ausgangsbasis. Hauptfeature: Versucht jemand es zu manipulieren, zerstört es alle Daten vollautomatisch. Alle Informationen sind offenbar von Haus aus hardwareseitig verschlüsselt. Vielsagend auch der Hinweis, das Boeing Black werde in den USA zusammengebaut – welcher Amerikaner würde schon einem angeblich sicheren Handy aus China trauen...

Gedacht ist das Boing Black vor allem für staatliche Organisationen. Insofern ist vorerst nicht damit zu rechnen, dass wir als Normalbürger es alsbald in die Finger bekommen.

FreedomPop Privacy Phone

 

Neuester Vertreter in dieser Auflistung ist das FreedomPop Privacy Phone. Interessanterweise handelt es sich dabei um ein abgewandeltes Samsung Galaxy S II. Es verspricht 128-Bit-Verschlüsselung für Nachrichten und Telefonate. Web- und App-Daten werden zudem durch einen VPN-Tunnel geleitet. Es soll nur 189 US-Dollar kosten, kommt dafür aber im Gegensatz zum Blackphone nur in Verbindung mit einem Tarif. Der ist in den ersten drei Monaten kostenlos, danach bezahlt man 10 US-Dollar pro Monat. Man ahnt es schon: Dieses Angebot gibt es nur für die USA.

Fazit

Letztlich bleibt für Interessenten hierzulande von den drei Geräten also nur das Blackphone übrig. Ob das angesichts des hohen Preises zu einem Verkaufsschlager wird, scheint zweifelhaft. Zumal für mich offen bleibt, wie viel mehr Schutz man denn hier wirklich bekommt. Wer verschlüsselt kommunizieren will oder muss, hat dazu schließlich auf anderen Wegen bereits Möglichkeiten. Vor allem für Geschäftskunden bemühen sich hier viele Hersteller um passende Lösungen, beispielsweise BlackBerry, Samsung, Microsoft oder auch Apple.

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer