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12.03.15

Praktische Tipps zum Umgang mit Druckern

Klassischer Drucker für den privaten Gebrauch (Quelle: pixabay.com © OpenClips (CC0 Public Domain)

Drucker werden mittlerweile zu Hause ebenso selbstverständlich genutzt und täglich gebraucht wie im Büro. Das Druckvolumen sinkt nur langsam, das papierlose Büro liegt nach wie vor in weiter Ferne. Trotz wachsender Möglichkeiten der Digitalisierung setzen vor allem Privatleute weiterhin auf die „analoge Ablage“. Das ist nicht unbedingt die günstigste Methode. Dabei gibt es einige leicht umzusetzende Methoden, die Kosten des Druckens effektiv zu verringern.

Klassischer Drucker für den privaten Gebrauch (Quelle: pixabay.com © OpenClips (CC0 Public Domain) Klassischer Drucker für den privaten Gebrauch (Quelle: pixabay.com © OpenClips (CC0 Public Domain)

Der richtige Umgang mit dem Drucker kann nicht nur ordentlich Kosten im laufenden Betrieb sparen. Ganz nebenbei verlängert sich durch den dadurch auch die Lebensdauer des Druckers selbst. Die Anschaffungskosten können auf mehrere Jahre gestreckt werden, die laut diesem Ratgeber auch nicht sehr hoch liegen müssen. Unser Beitrag gibt Hilfestellungen zu den wichtigsten Bereichen.

Die Software auf den aktuellen Stand bringen

Wer hätte gedacht, dass schon softwareseitige Einstellungen zu einem sparsameren Drucken führen? Bereits kleine Änderungen können je nach System Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich bieten. Wichtig ist es zunächst, regelmäßig auf neue Treiber zum Drucker zu achten. Die meisten Hersteller bieten in der Systemsteuerung das automatisierte Nachfragen, nahezu jedes Unternehmen bietet aber auch die Onlinesuche auf der Webseite. Durch den neuen Treiber können die Druckaufträge kompakter übertragen werden, was den Verbrauch an Tinte reduziert. Vor allem aber lassen sich durch Aktualisierung der Treiber selbst ältere Modelle mit neuen, praktischen Funktionen ausstatten. Die jeweils aktuelle Treiberversion lässt sich bei Windows der Systemsteuerung entnehmen: Drucker und Faxgeräte – Rechtsklick auf Eigenschaften – Info.

Dokumente so drucken wie gewünscht

In vielen Fällen unterscheiden sich die am Bildschirm angezeigten und auf dem Papier tatsächlich übertragenen Dokumente, so dass man mehrere Ausdrucke braucht, um zum gewünschten Ergebnis zu gelangen. Das ist nicht nur zeitraubend und nervig, sondern führt auch zu einem höheren Verbrauch bei Papier und Toner.

Bei den Dokumenten hilft bereits der Gebrauch von kostenloser Software. Empfehlenswert ist beispielsweise das Programm FreePDF XP, das eine Art separaten Treiber darstellt. Das Dokumentenformat PDF hat den Vorteil, dass es in der Darstellung nicht veränderbar ist. Dementsprechend verrücken auch keine Zeilen oder werden Textstellen verzerrt. Mithilfe dieses oder ähnlicher Programme lassen sich gängige Dokumententypen, etwa Word, mit wenigen Klicks in ein solches PDF-Dokument verwandeln und anschließend drucken.

Empfehlenswert für Windows-Nutzer ist außerdem das Programm GreenPrint World, es lässt sich auf Englisch kostenlos herunterladen. Auch dieses fingiert einen zusätzlichen Treiber, die Handhabung ist intuitiv möglich. Andere Programme bieten ähnliche Funktionen an. Die Besonderheit dabei ist, dass leere Seiten oder Bereiche mit Medien ohne besonderes Zutun herausgefiltert werden. Es wird also nur das gedruckt, was tatsächlich benötigt wird. Werbebanner auf Webseiten lassen sich einfach entfernen. Soll dennoch etwas übernommen werden, kann es über den Register All Pages mit einfachen Mausklicks editiert werden.

Zum Spar- und Graustufenmodus

Viele moderne Drucker ermöglichen bereits die Nutzung eines Sparmodus. Bei einigen Marken nennt sich dieser Bereich auch Entwurfsmodus. In diesem Teil können die druckbaren Elemente genau in die richtige Druckform gebracht werden. Außerdem hilft es vor allem bei klassischen Tintenstrahldruckern, gänzlich auf den Graustufenmodus zu verzichten. Standardmäßig ist er so eingestellt, dass sämtliche Farben beim Ausdruck gebraucht werden. Irrsinnig, vor allem bei normalen Schwarz/Weiß-Dokumenten. Auf diese Weise werden gerade die Farbpatronen übermäßig gebraucht, für tatsächliche Farbausdrucke fehlen sie dann. Über die Einstellungen können die Beschränkungen gewählt werden, sodass lediglich Schwarz verwendet wird. In vielen Fällen ist das über den Punkt „Nur schwarz verwenden“ oder „Monochrom drucken“ einstellbar. Hierdurch wird beim üblichen Gebrauch von CMYK, dem Farbraum für Cyan, Magenta, Yellow und Key, die Beimischung für die unterschiedlichen Grauwerte ausgeschlossen.

Die Druckseiten ideal ausnutzen

Gerade in den Fällen, wo ausschließlich für den privaten Gebrauch oder die Ablage gedruckt wird, ist nicht immer das DIN A4 Format nötig. Zum Beispiel sind viele Webseiten seitenmäßig derart rar mit Text versehen, dass für wenige Worte teilweise mehrere Seiten in der Druckvorschau angezeigt werden. Doch wie lässt sich das Ganze so komprimieren, dass alles lesbar und dennoch vollständig auf eine Seite kommt? Die Lösung bieten verschiedene Software-Optionen. Auch diese Programme agieren als separater Treiber. Hiermit lassen sich bis zu acht Seiten auf nur einem einzigen DIN A4 Blatt komprimieren. Allein die Einsparungen beim Papier sind bei wenigen Druckvorgängen im Monat immens. Über Einstellungen – Layout können Vorgaben wie die Anzahl der Seiten vorgenommen werden. Das hilft gerade bei älteren Systemen, die noch nicht standardmäßig den Druck auf mehreren Seiten implementiert haben.

Für jeden Druck die richtige Konfiguration

Selbst moderne Drucker sind von Einstellungen her oftmals so aufgebaut, dass jedes Mal aufs Neue die Druckoptionen gewählt werden müssen. Gerade in den Fällen, wo unterschiedliche Dokumententypen wie Farbdrucke, Graustufendrucke und dergleichen benötigt werden, ist das zeitaufreibend. Eine Lösung besteht darin, den genutzten Drucker zum zweiten Mal zu installieren. Hierdurch können Einstellungen, beispielsweise für den Duplexdruck, über mehrere Treiber gesichert werden. Über Systemsteuerung – Drucker und Hardware – Drucker und Faxgeräte können diese digitalen Drucker hinzugefügt werden. Bei direkt angeschlossenen Druckern muss der Haken bei „Plug & Play-Drucker automatisch ermitteln“ entfernt werden. Anschließend muss der Druckeranschluss gewählt werden. Typischerweise ist das über USB der Fall.

Im letzten Schritt werden Hersteller und Modell ausgewählt, anschließend die Option „Vorhandenen Treiber beibehalten“ gewählt und bestätigt werden. Nun kann man diesen Drucker benennen und entscheiden, ob dieser Drucker nun zum „Standarddrucker“ werden soll. Nach Ausdruck einer Testseite und Fertigstellen der Installation ist der Treiber in Drucker und Faxgeräte sichtbar. Weitere Einstellungen, wie „Schnelldruck“ oder „Farbdruck“ können jetzt beliebig vorgenommen werden.

Trotz aller Optimierungen in den Einstellung muss man allerdings irgendwann doch mal neuen Toner beziehungsweise neue Tintenpatronen kaufen. Am teuersten und sichersten ist es, die Originalprodukte des Herstellers zu verwenden. Wer sparen möchte, kann kompatible Produkte anderer Hersteller oder günstige wiederaufbereitete Druckerpatronen und Tonerkartuschen verwenden, wie es sie bei rebuilt-toner-berlin.de gibt. Diese können bis zu 75 Prozent unter den Kosten für eine Originalkartusche liegen. Allerdings sollte man darauf achten, wirklich hochwertige wiederaufbereitete Druckerpatronen und Tonerkartuschen zu verwenden, sonst kann es schon mal zu Farbverschiebungen und Streifenbildung kommen. Aber wenn man eine Marke gefunden hat, die mit dem eigenen Drucker problemlos funktioniert, ist die Ersparnis enorm.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit wiederaufbereiteten Tonerkartuschen und Druckerpatronen gemacht? Habt Ihr noch weitere Tipps zur optimalen Einstellung des Druckers?

 

Über den Gastautor

Christian Haeppich ist freier Autor und gern und viel im Internet unterwegs. Vielfach auf Reisen hat er sich bereits in jungen Jahren ein Bild von der Welt machen können und berichtet entsprechend gern darüber. Des Weiteren gehört er zu den technikaffinen Menschen, beschäftigt sich entsprechend laufend mit Neuerungen und Fortschritten im Computer- und Internetbereich.

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