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22.04.14

Solarladegerät für die Fensterscheibe: Port Solar Charger zapft Sonne und Steckdose an

Port Solar Charger für die Fensterscheibe

Solarladegeräte im Schatten laden nicht gut - also direkt in die Sonne damit dank des Port Solar Chargers. Der lässt sich einfach an jede Fernsterscheibe pappen und versorgt ein Smartphone mit 1.000 mAh Extra-Power. Und sollte die Sonne einmal nicht scheinen, greift Plan B: die Steckdose.

 

Vielleicht müssen wir uns beim Thema Solarstrom vorübergehend mit Pragmatismus begnügen. Besonders hübsch sind Solarzellen für gewöhnlich nicht, und sollte ein Hersteller doch einmal auf die Ästhetik achten, dann ist es meist nicht weit her mit der Ladekapazität, ähnlich wie bei der Carbon Armbanduhr, die Kollege Jan Tißler euch neulich vorgestellt hat und die zusätzlich als Solarladegerät dient. Also dorthin, wo die Power ist: Direkt an die Fensterscheibe mit den Solarzellen und den Lader zur Sonnenseite hin ausrichten.

Das ist zumindest die Idee des britischen Elektronik-Vermarkters Firebox und dessen Port Solar Chargers. Der wird mit Saugnäpfen einfach am Fenster befestigt und kann ein Smartphone live und direkt aufladen. Und falls kein Gerät daran angeschlossen ist, wird der integrierte Akku geladen.

 

Herzstück des Solar Chargers ist ein Akku mit 1.000 mAh. Wem es über die Sonne zu lange dauert, der kann ihn auch mit einem Micro-USB-Kabel über die Steckdose aufladen. Zwei Stunden würde das nur dauern. Gar nicht einmal so groß oder hässlich ist das Ladegerät geworden, um möglichst viel Sonne einzufangen. Auch wenn Passanten und Besucher bei dessen Anblick wahrscheinlich vermuten, dass man damit von Zuhause aus den großen Lauschangriff auf seine Mitmenschen auf der Straße plant.

Ein Tag Laden reicht nicht aus

Die beiden Pferdefüße des Solar Chargers sind in meinen Augen die geringe Ladekapazität und die Ladedauer: 1.000 mAh bekommen kein Smartphone voll. Akku-Packs für unterwegs haben zumeist 5.600 mAh oder mehr. Die Frage ist, ob es sich dafür lohnt, diesen 8 mal 8 Zentimeter kleinen Apparat mitzuschleppen. Und dann mag die Sonne auch noch so schön scheinen: Stolze 20 Stunden soll es dauern, bis die Solarzellen den integrierten Akku aufgeladen haben. Sollte man also nicht gerade den Norden Skandinaviens zur Mittsommernacht besuchen, reicht nicht einmal ein Tag, um den Akku zu laden. Das ist enttäuschend.

 

Das Gerät wirkt auf den Bildern deutlich größer, als es tatsächlich ist. Von daher wäre es wahrscheinlich besser gewesen, man hätte es in der Tat noch etwas größer werden lassen und mit mehr Wafern ausgestattet. Pluspunkte sammelt der Port Solar Charger dafür für die Optik: Sieht wirklich nicht übel aus und ist mit 108 Gramm auch nicht gerade schwer. Kostenpunkt im Shop von Firebox: Knapp 61 Euro plus Lieferkosten außerhalb Großbritanniens.

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